Professor umringt von seinen Studierenden

Forschung

Expertise in Sachen Beratung und Arbeitsmarkt - Forschung an der HdBA

Die HdBA versteht sich nicht nur als Institution der wissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung, sondern explizit auch als forschende Hochschule. Das spielt auch bei der Rekrutierung der Professorinnen und Professoren eine wichtige Rolle. Der Senat prüft bei jeder Ausschreibung, wie sich durch eine neu zu besetzende Professur die Entwicklung des Forschungsprofils vorantreiben lässt. Forschungsaktivitäten der Lehrenden werden von der Hochschule sowohl administrativ unterstützt als auch über Anreizsysteme gefördert.

Die HdBA hat in einem kollegialen Findungsprozess drei Schwerpunkte der angewandten Forschung und Entwicklung definiert, die sich an der strategischen Ausrichtung der Hochschule und den damit verbundenen Zielen der Bundesagentur für Arbeit orientieren. Damit soll das Forschungsprofil der HdBA geschärft werden, um es intern wie extern transparent zu machen, Schnittstellen für Kooperationen aufzuzeigen und eine gezielte Forschungsförderung zu ermöglichen.

Die Schwerpunkte der angewandten Forschung und Entwicklung bilden ein Dachkonzept, unter dem durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie -programme jeweils eine Konkretisierung erfolgt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Forschung an der HdBA offen für zukünftige Entwicklungen sowie Gegenstand innovativer Weiterentwicklung bleibt und die Forschungsinteressen und -profile der Forscherinnen und Forscher adäquat berücksichtigt werden.

Das verbindende Element ist der Themendreiklang von Beratung, Vermittlung und Integration, der sich in den folgenden drei Schwerpunkten der angewandten Forschung und Entwicklung wiederfindet:

Beschäftigung und Transitionen in einem sich verändernden Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt befindet sich im beginnenden 21. Jahrhundert im Umbruch. Bestimmend hierfür ist eine Reihe langfristiger und wesentlicher Trends: Die Folgen des demografischen Wandels werden spürbarer, die Märkte werden internationaler, Arbeit wird mobiler, flexibler und volatiler, und der Informations- und Wissensgesellschaft kommt – ebenso wie der technischen Entwicklung in der Güterproduktion und im Dienstleistungsbereich – eine zunehmende Bedeutung zu. Der Forschungsschwerpunkt „Beschäftigung und Transitionen in einem sich verändernden Arbeitsmarkt“  untersucht die Auswirkungen dieser Trends auf den Arbeitsmarkt und Beratungsdienstleistungen, im Besonderen auf schulische und berufliche Transitionen.

Governance von Arbeitsmarktdienstleistungen

Governance von Arbeitsmarktdienstleistungen

Kommunikationsintensive interaktive Arbeitsmarktdienstleistungen werden in einem Spannungsfeld erbracht, das mit den polaren Begriffspaaren individuell/situativ und organisiert/standardisiert abgesteckt werden kann. Der Schwerpunkt „Governance von Arbeitsmarktdienstleistungen“ stellt die Mikro-, Meso- und Makrobene solcher Interaktionen ins Zentrum der Analysen und nimmt deren institutionelle Bedingungen von da aus in den Blick. Die Entwicklungsdynamik und Governance kommunikationsintensiver Arbeitsmarktdienstleistungen werden hierbei unter verschiedenen Fragestellungen und aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen theoretisch und empirisch analysiert.

Sozialer Schutz und rechtlicher Kontext

Systeme sozialer Sicherheit haben ihre Grundlage im Sozialstaatsprinzip. Das Sozialstaatsprinzip berechtigt und verpflichtet den Gesetzgeber zur Gestaltung der sozialen Sicherheit. Hierbei sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von maßgebender Bedeutung. Der Schwerpunkt „Sozialer Schutz und rechtlicher Kontext“ legt seinen Fokus auf die zukünftigen ökonomischen, sozialen sowie politischen Entwicklungen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die sozialen Sicherungssysteme. Themen des Arbeits- und Sozialrechts werden ebenso behandelt wie Zuwanderung und das Recht der Europäischen Union beim Wandel des Sozial- und Arbeitsrechts.

Ein wichtiges Anliegen für die HdBA ist es, eine optimale Verzahnung von Forschung und Lehre zu erreichen. So werden Studierende einerseits in laufende Forschungsprojekte einbezogen, andererseits geben Erfahrungen in den Praktika oder studentische Abschlussarbeiten auch häufig Impulse für neue Forschungsfragen.

Regelmäßig veranstaltet die HdBA Ringvorlesungen, wissenschaftliche Kolloquien und Forschungskongresse, um ihre Arbeit zu präsentieren und den Austausch in der 'scientific community' zu fördern. Auch ist die Hochschule bestrebt, die in den vergangenen Jahren bereits recht erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln auszubauen und die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern - auch aus dem Ausland - noch stärker zu intensivieren.

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