Professor umringt von seinen Studierenden
Forschung

KI-BEP

Künstliche Intelligenz (KI) für berufliche Entscheidungsprozesse (BEP)

Projektleitung
Prof. Dr. Peter Weber

Projektbeteiligte
Prof. Dr. Bernd-Joachim Ertelt

Projektzeitraum
April 2021 – Juli 2022

Schwerpunkte

Künstliche Intelligenz (KI), Berufsberatung, Arbeitsmarktberatung, Entscheidungsheuristiken, unterstützte Beratung, beratungsbegleitendes Programm

Beschreibung

Berufliche Entscheidungs- und Problemlösungsprozesse erfolgen unter eingeschränkter Rationalität in Form von individuellen Heuristiken. Unser laufendes Forschungsprojekt an der HdBA hat das Ziel, die Beratungsfachkraft durch eine KI in der Aufgabe zu unterstützen, die Heuristiken, nach denen ein Klient vorgeht, zu diagnostizieren und abzubilden. Die mehr oder weniger offenen Lösungsräume einer Heuristik (z. B. „one-reason-decision“) sollen durch die Identifizierung weiterer Entscheidungskriterien („constraints“) konsistenter werden. Konsistentere Lösungsräume helfen, mögliche Alternativen (Berufe, Arbeitsplätze, Ausbildungswege) hinsichtlich ihrer „Befriedigungsangebote“ einzuschätzen.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und erste Erprobung eines KI basierten Instruments, das eine bessere Unterstützung von beruflichen Entscheidungsprozessen (BEP) von Ratsuchenden in Beratungsgesprächen ermöglicht. Hierfür beziehen wir die KI-Modelle mit ein, wie sie bereits in anderen Entscheidungskontexten entwickelt wurden.

Das in unserem laufenden Projekt zu entwickelnde KI-Programm dient als Instrument der Beratenden bei der dynamischen Adaption an die jeweiligen Informationsbedarfe und Aufnahmemöglichkeiten der Ratsuchenden im Beratungsprozess. Die Verknüpfung mit bestehenden berufskundlichen und arbeitsmarktbezogenen Informationssystemen ist dabei Grundvoraussetzung. Dabei wird von Systemen der „schwachen KI“ ausgegangen, d. h. von einer KI, die in konkreten Anwendungsproblemen das menschliche Denken unterstützen und erweitern will. Dieser Ansatz stellt erhöhte Anforderungen an die diagnostische Kompetenz der Beratenden, denn sie müssen zum einen die individuellen Heuristiken und den Informationsbedarf erkennen und zum anderen die Kategorien und Algorithmen so gut verstehen, dass die Eingabe und Interpretation ohne Probleme erfolgen kann.

KI könnte hier wesentliche Fortschritte in Bezug auf die Definition von Lösungsräumen und deren Interaktion mit Handlungsalternativen bringen: Hilfen bei der Einbeziehung wichtiger Kriterien, Konsistenzprüfungen individueller Präferenzen, Realisierungshilfen und -wahrscheinlichkeiten. Hierzu erfolgt in einem zweiten Projektschritt die Verknüpfung mit bestehenden Informationssystemen über Berufe, Studiengänge, Weiterbildungsmöglichkeiten, verfügbare Optionen und Arbeitsmarktentwicklungen.

Das im Projekt zu entwickelnde KI-Programm dient als Instrument der Beratenden bei der dynamischen Adaption („i.S. „augmented intelligence“) an die jeweiligen Informationsbedarfe und Aufnahmemöglichkeiten der Ratsuchenden im Beratungsprozess. Auch kann das Programm als Trainingsinstrument eingesetzt werden, um Beraterinnen und Berater oder Studierende bei der eigenständigen Identifikation von Heuristiken und Lösungsräumen zu unterstützen.

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