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Startwoche 2010: 31. Aug. - 4. Sept.

Können die Studierenden der Hochschule der

Bundesagentur für Arbeit der Stadt Leinwig aus

der Krise helfen?

Unter diesem Motto fand vom 01. bis 04. September 2010 für 300 Studienanfängerinnen und Studienanfänger an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit die "Startwoche" in Mannheim statt.

Durch ein innovatives Lehrkonzept an Teamarbeit, Problemlösungsstrategien und Präsentationstechniken wurde somit das Studium für 300 Studierende beider Standorte - Mannheim und Schwerin - eingeleitet, in deren Verlauf sie an wissenschaftliche Arbeitsmethoden, herangeführt wurden.

Kern der Startwoche ist die Bearbeitung einer anspruchsvollen Fallstudie, welche die Studierenden mit einer gesellschaftlich relevanten Problemstellung konfrontiert. In Teams erarbeiteten sie Strategien für die Lösung der Problemstellung, um diese am Ende der Woche vor einer hochrangigen Jury präsentieren.

 

Die Fallstudie "Arbeitsmarkt und Strukturwandel in Leinwig"

 

Die Fallstudie spielt in der fiktiven Stadt Leinwig, die im fiktiven Bundesland Nordland liegt. Die Wirtschaft Leinwigs wird durch die drei Säulen Tourismus, Automobilzulieferer- und Textilindustrie geprägt. Leinwig kämpft seit Jahren mit hohen Arbeitslosenzahlen und der Abwanderung von jungen und qualifizierten Arbeitskräften. Die bereits angespannte Wirtschaftslage spitzt sich durch mehrere Firmenschließungen zu einer akuten Krise zu. Ohne sofortige Maßnahmen würde die Arbeitslosenquote auf über 14 Prozent ansteigen. Daher schaltet sich die Nordländer Landesregierung ein und stellt einen Notfallfonds zur Verfügung.

 

Die Aufgabe der Erstsemester-Studierenden

 

Das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft von Nordland beauftragt die Studierenden, innerhalb von vier Tagen eine Strategie und Maßnahmen zur kurzfristigen Senkung der hohen Arbeitslosigkeit sowie zur und langfristigen Standortsicherung Leinwigs zu entwickeln.An folgende Rahmenbedingungen müssen sie sich dabei halten: Das Förderungsbudget beträgt 12 Millionen Euro, die Arbeitslosenquote muss binnen zwei Monaten auf unter 13,5 Prozent gesenkt werden und es müssen mindestens 500 Dauerarbeitsplätze in Leinwig geschaffen werden.Die Studierenden mussten sich in ca. 20 Teams à 15 Personen dieser Herausforderung stellen; am Ende der Woche lagen 20 verschiedene Maßnahmenpakete vor. Unterstützung bei der Problemlösung erhielten die Studienanfänger durch einführende Lehrvorträge und zahlreichen Arbeitsmarkt- und Wirtschafts-experten. Professoren der Hochschule gestalteten die Lehrveranstaltungen.

Aus den Reihen der BA wurden außerdem Vorsitzende der Geschäftsführung und zahlreiche Helferinnen und Helfer aus Agenturen für Arbeit und der Hochschule der BA eingeladen, die den Studierenden bei der Gruppenarbeit und bei fachlichen Fragen Unterstützung gaben. Die Aufgabe der Jury übernahmen Herr Peter Clever, Verwaltungsrats der BA, (Arbeitgebervertreter), Herr Jörg Hofmann, Bezirksleiter der IG Metall Baden Württemberg, sowie Herr Ullrich Walwei, Vizedirektor des IAB. Darüber hinaus bereicherten hochrangige Repräsentanten aus der Politik und Wirtschaft die Startwoche durch ihr Engagement und sorgten entscheidend. Das Lehrkonzept der Fallstudie wurde von der Harvard Business School entwickelt, um Studierenden Praxisrelevanz und Handlungsorientierung auf hohem Niveau zu vermitteln. Die Fallstudie für die Startwoche an der HDBA setzt sich intensiv mit den aktuellen Problemen am Arbeitsmarkt, den Handlungsoptionen der Bundesagentur für Arbeit und der Wirtschaftsförderung auseinander. Die Fallstudie wurde von der Leuphana Universität Lüneburg in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit entwickelt und bereits im vergangenen Jahr mit großem Erfolg mit den 300 Erstsemester-Studierenden der HdBA am Standort Schwerin erstmals erprobt.

 

Die Jury hat entschieden

 

Der Jury fiel es nicht leicht, aus allen 20 Lösungsvorschlägen die besten 2 auszuwählen.Am Ende machten Gruppe 10 und Gruppe 17 das Rennen.Unter tosendem Beifall wurden die Sieger im Audimax gefeiert und für ihre besonderen Leistungen geehrt.Die Zukunft Leinwigs ist gesichert.Die Startwoche 2010, ein Erfolg für Leinwig - ein erfolgreiches Lehrkonzept für die Hochschule.

Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren und Helfern, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben.