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Projekt KI-BEP - Künstliche Intelligenz (KI) für berufliche Entscheidungsprozesse (BEP)

Erweiterte Möglichkeiten für Berufsberater/-innen durch die Entwicklung und Erprobung eines KI basierten Instruments

 

 
Projektleitung
Prof. Dr. Bernd-Joachim Ertelt
Prof. Dr. Peter Weber

 
Projektbeteiligte
Externes Forschungsinstitut aus dem KI Bereich (N.N)

 
Projektmitarbeiter*in
N.N.


Drittmittelgeber & Zeitraum
Eigene Mittel der HdBA

 
 
Schwerpunkte
Künstliche Intelligenz (KI), Berufsberatung, Arbeitsmarktberatung, Entscheidungsheuristiken, unterstützte Beratung, beratungsbegleitendes Programm

 
Beschreibung
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und erste Erprobung eines KI basierten Instruments, das eine bessere Unterstützung von beruflichen Entscheidungsprozessen (BEP) von Ratsuchenden in Beratungsgesprächen ermöglicht. Hierfür beziehen wir die KI Modelle mit ein, wie sie bereits in anderen Entscheidungskontexten entwickelt wurden.
Für die berufliche Beratung und die Arbeitsmarktberatung zeigen unsere bisherigen Forschungen, dass Entscheidungen unter eingeschränkter Rationalität erfolgen und mit Heurisiken, wie sie u.a. von Kahneman & Tversky oder Gigerenzer beschrieben wurden, zu betrachten sind. In der Konsequenz heißt das, Ratsuchende können im Entscheidungsprozess durch die Identifikation ihrer Entscheidungskriterien und ihres Entscheidungsverhaltens mit KI-basierten Systemen unterstützt werden. Informationen sind nach diesem Verständnis passgenau, nachfrage- und lösungsorientiert einzusetzen. Beraterische Hilfe bedeutet hierbei die Herstellung möglichst geschlossener und in sich konsistenter „Lösungsräume“ anhand von Kriterien („constraints“), damit man einschätzen kann, welche Alternativen in diesen Räumen als befriedigend wahrgenommen werden.
KI könnte hier wesentliche Fortschritte in Bezug auf die Definition von Lösungsräumen und deren Interaktion mit Handlungsalternativen bringen: Hilfen bei der Einbeziehung wichtiger Kriterien, Konsistenzprüfungen individueller Präferenzen, Realisierungshilfen und -wahrscheinlichkeiten.
Hierzu erfolgt in einem zweiten Projektschritt die Verknüpfung mit bestehenden Informationssystemen über Berufe, Studiengänge, Weiterbildungsmöglichkeiten, verfügbare Optionen und Arbeitsmarktentwicklungen.
Das im Projekt zu entwickelnde KI-Programm dient als Instrument der Beratenden bei der dynamischen Adaption („i.S. „augmented intelligence“) an die jeweiligen Informationsbedarfe und Aufnahmemöglichkeiten der Ratsuchenden im Beratungsprozess. Auch kann das Programm als Trainingsinstrument eingesetzt werden, um Beraterinnen und Berater oder Studierende bei der eigenständigen Identifikation von Heuristiken und Lösungsräumen zu unterstützen.

 

Kontakt

Prof. Dr. Peter Weber
Mail: peter.weber10@arbeitsagentur.de