Transkribierte Berufsbiografien
Transkribierte Berufsbiografien für Forschung, Lehre und Beratung. Aufbau einer internationalen Datenbank (BioDataBase)
Projektleitung
Prof. Dr. Kathrin Breuing
Associate Prof. Dr. Johannes K. Schmees, University of Derby / UK
Projektpartner
Prof. Dr. Bill Esmond, University of Derby / UK
Dr. Naomi Alphonsus, University of Derby / UK
Dr. Dan Williams, University of Derby / UK
Kayte Haselgrove, University of Derby / UK
Assoziierte Projektpartner
Assistenzprof. Hannes Hautz, PhD, Universität Innsbruck / AT
Dr. Christoph Leser, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Projektlaufzeit
2025 – 2026
Projektbeschreibung
Berufsbiografische Daten gewinnen an Bedeutung, weil sie die Dynamik von Karrierewegen im nationalen und internationalen Kontext sichtbar machen: Sie geben zentrale Einblicke in individuelle berufliche Laufbahnen, Übergänge, Orientierungsmuster, Bildungs- und Qualifizierungsbedarfe, und liefern damit Evidenz für wirksame politische Maßnahmen und Reformen.
Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt BioDataBase darauf ab, eine umfassende, internationale Datenbank von Berufsbiografien aufzubauen, die nationalen und internationalen Forschenden sowohl den Datenupload (einschließlich der Archivierung von Forschungsdaten) als auch die wissenschaftliche Nutzung in Forschung, Lehre und Beratung ermöglicht.
Aus der Perspektive der Berufsbildungsforschung adressiert das Projekt folgende Desiderate:
- Während es bereits teiloffene Datenbanken zu schulpädagogischen Themen gibt, fehlt bislang eine systematische Sammlung von Berufsbiografien für berufs- und wirtschaftspädagogische Fragestellungen.
- Im international vergleichenden Forschungskontext dominieren zudem bislang makro-strukturelle Ansätze; subjektorientierte Perspektiven gewinnen zwar an Bedeutung, werden aber durch fehlende Daten erschwert.
Im Projekt werden diese Desiderate aufgegriffen, verbunden mit dem Vorhaben, einen Ansatz zur strukturierten Sammlung und Organisation von Berufsbiografien zu erarbeiten und damit folgende Ziele zu erreichen:
- Die Datenbank wird Biografien aus mehreren Ländern vergleichbar machen und so einen subjektorientierten Zugang in der international vergleichenden Berufsbildungsforschung ermöglichen.
- Sie wird mehrsprachig (Deutsch, Englisch und ggf. weitere Sprachen) verfügbar sein und Forschenden weltweit detaillierte Einblicke in berufliche Werdegänge verschiedener Fachkräfte geben, um Berufsbildungssysteme jenseits strukturorientierter Analysen besser zu verstehen.
- BioDataBase folgt mit der Intention der Nutzbarmachung empirischer Daten den „Prämissen einer offenen Wissenschaft“ (i. S. v. Open Science), verbunden mit dem Ziel, die Transparenz von Forschungsprozessen wie auch die Verwertbarkeit von Forschungsdaten zu steigern.
- Um ein breites Spektrum an Fragestellungen und Perspektiven in Forschung, Lehre und Beratung abdecken zu können, folgt BioDataBase einem holistischen Ansatz: Eingepflegte Datensätze sollen sich nicht auf eine spezifische erwerbsbiografische Phase beschränken, sondern Erwerbsbiografien vollumfänglich abbilden.
- Durch die langfristige Archivierung und Zugänglichkeit der Daten kann die Datenbank zu einer Ressource für die Lehre an der HdBA und anderen Hochschulen sowie für die Beratung im Kontext der Bundesagentur für Arbeit werden.
BioDataBase wird in die Infrastruktur von QualiBi (Datenplattform QualiBi) integriert, einem Forschungsdatenzentrum für Daten der qualitativen Bildungsforschung. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Christoph Leser (Goethe-Universität Frankfurt).