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Welchen Einfluss haben MINT- und Kreativ-Beschäftigte auf Innovationen in deutschen Betrieben

– Bericht von Prof. Brunow (HdBA) und weiteren Co-Autoren über die Auswirkungen beider Berufsgruppen auf Innovationsverhalten und Wirtschaftswachstum

Beschäftigte in MINT- aber auch in „kreativen“ Berufen werden als Treiber des Fortschritts gesehen und gelten als Garanten für eine positive wirtschaftliche Entwicklung gesehen. Sie bringen spezifisches Wissen in Produktionsprozesse ein und sorgen so für Innovationen, die zu verbesserten oder sogar gänzlich neuen Produkten führen. Es ist zu vermuten, dass auch Betriebe, die gar keine Beschäftigten aus beiden Gruppen einstellten, von den MINT- und Kreativ-Beschäftigten anderer Betriebe in der Region profitieren.

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Es handelt sich also nicht um eine homogene Berufsgruppe, der Begriff umfasst vielmehr eine Vielzahl unterschiedlicher Berufe, denen allen gemeinsam ist, dass für die Ausübung weitgehende technische, mathematische oder naturwissenschaftliche Kenntnisse oder Fertigkeiten notwendig sind.

Der Aufsatz von Prof. Dr. Stephan Brunow, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA), widmet sich diesem Thema und untersucht die Effekte beider Berufsgruppen auf das Innovationsverhalten. Es zeigt sich, dass gerade MINT-Beschäftigte sowohl innerbetriebliche als auch über den eigenen Betrieb hinaus positive Effekte bewirken, der Effekt der kreativen Beschäftigten jedoch weitestgehend auf den eigenen Betrieb beschränkt bleibt. Damit tragen beide Gruppen signifikant zur regionalen Innovationskraft bei und sind somit Garanten für Wirtschaftswachstum.

Link zu politikorientierte Kurzzusammenfassung (in Englisch)

Link zu Original-Bericht (in Englisch).
Brunow, S, A Birkeneder and A Rodríguez-Pose (2018), “Creative and science oriented employees and firm-level innovation”, Cities 78: 27-38.

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