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Die HdBA informiert

HdBA im Austausch mit der staatlichen Arbeitsagentur aus Georgien

– Strategien und Instrumente zur Unterstützung von Langzeitarbeitslosen in Deutschland als Impuls für die Beschäftigungspolitik

Im Dezember 2022 fanden auf Einladung der Friedrich Ebert Stiftung Gespräche mit Arbeitsmarktexpertinnen und -experten der staatlichen Arbeitsagentur Georgiens SESA (State Employment Support Agency of Georgia) und staatlichen und nichtstaatlichen Arbeitsmarktakteuren in Hannover statt.
„Unser Ziel ist es, Strategien und Instrumente zur Unterstützung von Langzeitarbeitslosen in Deutschland kennenzulernen und uns mit Kolleginnen und Kollegen in Deutschland auszutauschen, um dieser Zielgruppe in Georgien künftig noch eine stärkere Teilhabe zu ermöglichen“, nannte Herr Zurab Menteshashvili, Delegationsleiter und stellvertretender Direktor der State Employment Support Agency of Georgia, als eine der Kernintentionen der Reise.

Ebenfalls eingeladen zum Gespräch mit den Gästen aus Georgien war Prof. Dr. M. Tuan Nguyen von der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA), der Strategien und Instrumente der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen vorstellte und mit den Teilnehmenden darüber diskutierte. „Bei der Entwicklung und Anwendung der Instrumente sind die besonderen Lebenslagen der Zielgruppe sowie die spezifische Situation des Arbeitsmarktes zu berücksichtigen, um eine zielgerichtete Wirksamkeit zu erreichen“, so eine Kernaussage von Prof. Nguyen. Auf besonderes Interesse stießen auf georgischer Seite vor allem Lösungsansätze wie AGH, Instrumente aus dem Teilhabechancengesetz 16e und 16i sowie Qualifizierungsangebote für Langzeitarbeitslose wie FbW und MAT. Eine rege Diskussion gab es unter den Teilnehmenden in Bezug auf die Leistungen des künftigen Bürgergelds.

Die georgische Regierung verfolgt eine aktive Beschäftigungspolitik und hat seit März 2022 ein öffentliches Arbeitsprogramm für Bürgerinnen und Bürger, die arbeitslos sind und staatliche Unterstützung erhalten, eingeführt. Im Rahmen des Programms werden für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sogenannte "Gemeinschaftsarbeiten" organisiert, bei denen es sich hauptsächlich um Arbeiten im Bereich der Landschaftsgestaltung, der Sanierung von Plätzen, Parks und anderen öffentlichen Bereichen sowie von Straßen handelt.