Oft sind es gerade die kleinen Veränderungen im (Arbeits-)Alltag, die den Unterschied machen. Genau das führten Studierende des Moduls „Nachhaltige Arbeit und Arbeitsverwaltung, Zukunft der Arbeit und der Integration im Klimawandel“ bei Prof. Dr. Silvia Keller beim zweiten „Green Day“ der HdBA eindrucksvoll vor Augen und boten Besucherinnen und Besuchern viel Stoff zum Nachdenken. Die Studierenden hatten ihre Themen nicht nur fachlich kompetent aufbereitet, sondern luden auch dazu ein, selbst aktiv zu werden, mitzurätseln, auszuprobieren und eigene Perspektiven einzubringen.
Die klare Botschaft: Viele kleine Aktionen zusammengenommen können eine spürbare, wertvolle Wirkung für Umwelt, Gesundheit und Arbeitsalltag entfalten. An acht Ständen erwarteten die Besucherinnen und Besucher kreative Posterpräsentationen und Mitmachaktionen, die zum lebendigen Austausch einluden.
So konnten Teilnehmende an einer interaktiven Pinnwand selbst überlegen, wie ein typisches BA-Gebäude und Büro nachhaltiger gestaltet werden kann. Unterschiedliche Elemente wie Fahrradabstellmöglichkeiten, Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge oder mehr Grün am Arbeitsplatz konnten in ein vorgegebenes Bürosetting einsortiert werden.
Der Blick richtete sich auch auf den Energieverbrauch im Alltag: An einem Stand konnten verschiedene Elektrogeräte nach ihrem Stromverbrauch eingeordnet werden. Manche Ergebnisse überraschten: Während energieintensive, große Haushaltsgeräte schnell identifiziert wurden, zeigte sich bei anderen Alltagsgegenständen, dass ihr Stromverbrauch deutlich geringer ausfällt als häufig angenommen.
Praktisch wurde es auch beim Thema Abfallvermeidung und Recycling. In einem interaktiven Spiel galt es, unterschiedliche Produkte korrekt den jeweiligen Mülleimern zuzuordnen. Was auf den ersten Blick einfach erschien, sorgte durchaus für Diskussionen und zeigte, dass Mülltrennung im Alltag manchmal komplexer ist als gedacht.
Außerdem warfen Studierende auch einen Blick auf die Nachhaltigkeitsaktivitäten der BA selbst. Vorgestellt wurden unter anderem Maßnahmen im Bereich der nachhaltigen Beschaffung sowie Entwicklungen der vergangenen Jahre. Viele Besucherinnen und Besucher erfuhren dabei, welche Schritte bereits unternommen werden und wie Nachhaltigkeit auch in der BA zunehmend Teil organisatorischer Prozesse wird.
Auch größere gesellschaftliche Zusammenhänge fanden ihren Platz, beispielsweise die globalen Nachhaltigkeitsziele der UN, Fragen der Green Economy sowie die Rolle von Nachhaltigkeit in Unternehmen wurden anschaulich aufgegriffen und in einen alltagsnahen Kontext gesetzt. Am Beispiel des Unternehmens juwi wurde deutlich, wie wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Handeln zusammen gedacht werden können. Weitere Beiträge beschäftigten sich mit der Frage, wie sich Arbeit, Ausbildung und berufliche Entwicklung im Zuge gesellschaftlicher und ökologischer Veränderungen weiterentwickeln werden.
Neben ökologischen und ökonomischen Aspekten spielte auch die soziale Dimension der Nachhaltigkeit eine Rolle. Vorgestellt wurde die Organisation „Home for Hope“, für die Studierende begleitend eine Aktion organisiert hatten: An drei Standorten der Hochschule wurden im Vorhinein Sammelboxen aufgestellt, in denen Pfandflaschen für den guten Zweck abgegeben werden konnten.
Wer Nachhaltigkeit „hands on“ ausprobieren wollte, konnte an einer weiteren Station lernen, wie sich Waschmittel mit einfachen Zutaten aus der Drogerie selbst herstellen lassen – ein weiteres Beispiel dafür, wie sich alltägliche Konsumentscheidungen mit geringem Aufwand nachhaltiger gestalten lassen.
Ergänzt wurde das Programm durch eine Pflanzentauschaktion und einen Büchertisch.
Den besonderen Charme des Green Day machte sicher die Vielfalt der Methoden aus – ob Ratespiele, Schätzaufgaben oder Quizze: Die verschiedenen Mitmachaktionen sorgten dafür, dass Nachhaltigkeit nicht nur vermittelt, sondern anschaulich erlebt werden konnte. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom „Green Team“ der HdBA, das aus Studierenden und Beschäftigten besteht und sich für mehr Nachhaltigkeit sowie ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltiges Handeln am Campus einsetzt.
Mit Kreativität, Engagement und Fachwissen zeigten die Studierenden des Moduls bei Prof. Dr. Silvia Keller, dass Nachhaltigkeit weit mehr ist als ein abstraktes Zukunftsthema. Sie begegnet uns nicht nur im Konsumverhalten, sondern auch im Arbeitsalltag in der BA. Der Green Day 2026 der HdBA sorgte für einen Nachmittag voller Gespräche, neuer Perspektiven und praktischer Ideen – und unterstrich die Erkenntnis, dass nachhaltiges Handeln in der BA genau dort beginnt, wo wir als Kolleginnen und Kollegen bereit sind, kleine Veränderungen zu leben und anzustoßen.