4 Studierende in einer Gruppe
Hochschule

Die HdBA informiert

Fachtagung: 20 Jahre Hartz IV – Zwischen Kontinuität und Paradigmenwandel?

– Am 17. und 18. Juni 2025 fand am HdBA-Campus Schwerin die Fachtagung zum Thema „20 Jahre Hartz IV: Zwischen Kontinuität und Paradigmenwandel?“ statt.

Am 17. und 18. Juni 2025 fand am HdBA-Campus Schwerin die Fachtagung der Gesellschaft für sozialen Fortschritt, der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft und der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) zum Thema „20 Jahre Hartz IV: Zwischen Kontinuität und Paradigmenwandel?“ statt. In zahlreichen Fachvorträgen und Diskussionsforen wurde analysiert, wie sich die Arbeitsmarktpolitik seit Einführung des SGB II verändert hat und welche Herausforderungen heute und künftig im Fokus stehen.

Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch Prof. Dr. Andreas Frey (Rektor der HdBA) und einer inhaltlichen Einführung durch Prof. Dr. Marlene Haupt (RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten), Prof. Dr. Michaela Schulze und Prof. Dr. Ralph Conrads (beide HdBA). In seiner Keynote analysierte Prof. Dr. Werner Sesselmeier (RPTU Kaiserslautern-Landau) die Entwicklung der Arbeitsmarktpolitik seit Einführung des SGB II. Er beleuchtete dabei sowohl deren langfristige Kontinuitäten als auch punktuelle Neuausrichtungen in der Ausgestaltung und Zielsetzung.

In verschiedenen Vorträgen und Diskussionsforen wurden zentrale Themen vertieft, darunter berufliche Bildung, Governance-Strukturen, finanzielle Auswirkungen auf das Sozialsystem sowie das Verhältnis zwischen Kundenorientierung und arbeitsmarktpolitischen Zielen.

Frau Vanessa Ahuja, Vorständin für Leistungen und Internationales der Bundesagentur für Arbeit, betonte in ihrem Impulsvortrag am zweiten Tagungstag die zentrale Bedeutung einer kundenorientierten Perspektive. Sie beteiligte sich aktiv am Diskussionsforum zum Thema „Kunden und Menschenbilder in der Arbeitsmarktpolitik“, in dem unter anderem die Rolle der Erwerbslosen, die institutionellen Herausforderungen und Besonderheiten des SGB II sowie die gesellschaftlichen Leitbilder intensiv diskutiert wurden.

Die Veranstaltung bot Raum für einen intensiven wissenschaftlichen Austausch. Sie betonte die Bedeutung einer kritischen Reflexion über zwei Jahrzehnte Grundsicherung und Arbeitsmarktreformen und machte aktuellen Handlungsbedarf im Kontext des SGB II deutlich.

Die gemeinsame Botschaft von Veranstaltern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Arbeitsverwaltung und Jobcentern war klar: Es braucht mehr Kontinuität und Stabilität in der Arbeitsmarktpolitik. Nur so können Wirkungsräume geschaffen, Vertrauen (wieder)hergestellt und Akzeptanz bei Betroffenen, Beteiligten und in der Bevölkerung erreicht werden. Ohne diese Grundlagen entfalten arbeitsmarktpolitische Maßnahmen kaum nachhaltige Wirkung.

In der folgenden Übersicht können Sie auf die Foliensätze der Impulsvorträge und Keynotes zugreifen: