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Die HdBA informiert

Erfolgreicher Abschluss des Erasmus+ Projektes Include³

– Neue Beratungsmethode zur Förderung von Übergängen aus WfbM in den allgemeinen Arbeitsmarkt auf europäischer Ebene entwickelt

Drei Jahre intensiver Projektarbeit liegen hinter dem Include³-Projektteam, das sich unter der Leitung der HdBA aus Forschenden aus Belgien, Deutschland, Litauen, Slowenien und Zypern zusammensetzte (Projektzeitraum September 2022 – August 2025). Gemeinsam erforschten sie unter der Projektleitung von Prof. Dr. Silvia Keller die Voraussetzungen für den Übergang aus geschützter Beschäftigung in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Seitens der HdBA waren ebenfalls Prof. Dr. Yasemin Körtek und Jenny Schulz als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projektteam vertreten. Das Hauptziel des Projektes bestand in der Entwicklung und Pilotierung einer innovativen Include³-Beratungmethode.

Trotz der politischen und gesetzlichen Bestrebungen für einen inklusiven Arbeitsmarkt (unter anderem Artikel 27 des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) zum Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit) verbleiben viele Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen während ihres Erwerbslebenslebens in geschützten Werkstätten. Sowohl die Werkstätten als auch Beraterinnen und Berater sowie Betriebe und weitere Akteure spielen eine wichtige Rolle beim Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

An diesem Punkt setzt das durch Erasmus+ geförderte Forschungsprojekt Include³ an. Das Projekt entwickelte in drei Arbeitspaketen die Include³-Beratungsmethode, die Stärken und Wünsche von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zusammenbringt. Durch eine planvolle Netzwerkarbeit zwischen den beteiligten Institutionen und Personen wird der Übergang unterstützt.

Im Einzelnen widmete sich das Arbeitspaket 2 der Recherche von Beispielen guter Praxis für die Beratung und den Übergang in den beteiligten Ländern. Im Arbeitspaket 3 trugen Fokusgruppenerhebungen zu Praxisleitlinien für die Include³-Methode bei, die schließlich im Arbeitspaket 4 in ein Curriculum übertragen und pilotiert wurden.

Zum Projekterfolg trug schließlich die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungsbereich der Diakoniewerkstätten Rhein-Neckar bei, durch den das Projekt wertvolle Einblicke in die Praxis in Deutschland erhielt.

Alle Projektergebnisse sind frei und kostenlos auf der Projekthomepage verfügbar. In der angehängten ausführlichen Pressemitteilung (nicht barrierefrei) finden Sie zusätzliche Beschreibungen der einzelnen Arbeitsergebnisse mit Verlinkungen zur Include³-Homepage

Jenny Schulz, Silvia Keller, Antonia Lesle (von Links nach rechts)