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Diversity-Tag am Campus Mannheim: Inklusion gemeinsam erleben und gestalten

Am 27. Mai 2026 stand der Campus Mannheim der Hochschule der BA ganz im Zeichen von Inklusion und Teilhabe. Beim Diversity-Tag setzten sich Studierende und Mitarbeitende mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Arbeits-, Studien- und Lebensalltag auseinander. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Vermittlung von Wissen, sondern vor allem das eigene Erleben, persönliche Begegnungen und der gemeinsame Austausch.

Initiiert und organisiert wurde der Diversity-Tag von Jessica Hinz und Aylina Kaspar, zwei Bachelor-Studierenden aus dem Einstellungsjahrgang 2023. Unterstützt wurden sie von Janine Indeche, der Inklusionsbeauftragten der HdBA. Mit großem Engagement entwickelten die beiden Studentinnen ein vielseitiges Programm, das praktische Erlebnisstationen, wissenschaftliche Beiträge und persönliche Erfahrungsberichte vereinte.

An verschiedenen Erlebnisstationen konnten die Teilnehmenden die Auswirkungen unterschiedlicher Beeinträchtigungen selbst erfahren. Eine Rollstuhl-Rallye auf dem Außengelände machte beispielsweise erfahrbar, wie schnell Unebenheiten, Bordsteine oder schmale Wege zu Barrieren werden können. Weitere Stationen beschäftigten sich mit motorischen Einschränkungen, ADHS, psychischen Beeinträchtigungen und dem Autismus-Spektrum. Mithilfe von Simulationsanzügen, praktischen Aufgaben und einem eigens eingerichteten Sensory Room wurden unterschiedliche Herausforderungen aufgegriffen und Gesprächsanlässe geschaffen.

Bei der Umsetzung der Erlebnisstationen wirkten zusätzlich Studierende des Moduls 2550 „Inklusion und Teilhabe am Arbeitsleben II“ mit. Durch die praktische Gestaltung der Stationen und die Möglichkeit, die eigenen Eindrücke unmittelbar zu reflektieren, erhielten die Teilnehmenden Einblicke, die weit über eine rein theoretische Auseinandersetzung hinausgingen.

Auch außerhalb der Erlebnisräume erwarteten die Besucherinnen und Besucher vielfältige Informationen zur Vertiefung einzelner Aspekte, etwa in Gestalt von wissenschaftlichen Postern oder ausgewählter Literatur in der Bibliothek. Den Abschluss des Tages bildete eine hybride Veranstaltung im Audimax. Nach einer Videobotschaft von Daniel Terzenbach folgten wissenschaftliche Kurzimpulse von Prof. Dr. Silvia Keller und Prof. Dr. Yasemin Körtek.
Die beiden ehemaligen Studierenden Vanessa Keksel und Alhassane Baldé teilten anschließend eigene, ganz persönliche Erfahrungen und öffneten damit den Raum für Diskussionen und Fragen. So berichtete Aylina Kaspar von einer Studierenden, die sich im Austausch mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen dazu entschloss, offen über ihre Hörbeeinträchtigung zu sprechen – und ihnen sogleich auf ihr Interesse hin einige Gebärden beibrachte.

Jessica Hinz fasste die Atmosphäre des Tages mit den Worten zusammen: „Es war ein Miteinander auf Augenhöhe. Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Hochschule haben sich gemeinsam mit den Behinderungen und ihren Auswirkungen beschäftigt – unabhängig ihrer Rollen im Studienalltag.“

Die erfolgreich vermittelte Kernbotschaft dieses Tages: Inklusion beginnt dort, wo Menschen aufeinander zugehen, miteinander sprechen und individuelle Bedürfnisse ernst nehmen. Durch die Verbindung von persönlichem Austausch, praktischem Erleben und wissenschaftlicher Einordnung wurden beim diesjährigen Diversity-Tag, unterschiedliche Perspektiven sichtbar und erlebbar – und wichtige Impulse für einen inklusiveren Hochschulalltag gesetzt.