Die Forschungsergebnisse zeigen: Die individuellen Lernbegleitung (iLB) ist ein wirkungsvolles, arbeitsplatznahes Lernformat, das den Erwerb vor allem überfachlicher Kompetenzen der Beschäftigten erkennbar unterstützt.
Nach fünfjähriger Forschungsarbeit unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Freiling und Prof. Dr. Ralph Conrads sowie unter Mitarbeit von Nathanael Opitz, M.A. ist der Gesamtbericht zur Wirkung und zum Transfer der „individuellen Lernbegleitung“ (iLB) in der Bundesagentur für Arbeit (BA) nun verfügbar.
Durch eine Kombination aus qualitativen Interviews sowie einem quantitativen Längsschnitt mit Kontrollgruppendesign konnten mit Blick auf arbeitsplatznahe Lernformen eindrucksvolle Resultate identifiziert werden: Bei den Teilnehmenden lässt sich entlang ihrer Angaben eine Entwicklung überfachlicher Kompetenzen mit iLB insbesondere „Selbstständigkeit“ und „Belastbarkeit“ – feststellen, die formale Weiterbildungen oft nicht in vergleichbarer Tiefe fördern.
Zusätzlich wurden in der Studie lernförderliche Rahmenbedingungen identifiziert, die erforderlich sind, damit die iLB ihr Potenzial entfalten kann. Dazu gehören die Unterstützung durch Führungskräfte oder auch unterstützende Rahmenbedingungen beim Lernen wie zeitliche Ressourcen, Aspekte, die in der Dienstvereinbarung Lernen (DV Lernen) der Bundesagentur für Arbeit zur Unterstützung informellen Lernens der Beschäftigten aufgegriffen worden sind.
Die Autoren betonen: „Die Ergebnisse der Wirkungsforschung zeigen, dass mit der iLB ein zukunftsweisendes Lernformat etabliert ist, das es den Mitarbeitenden ermöglicht, arbeitsplatzrelevante und interessenorientierte Lernaufgaben vor dem Hintergrund der durch die Arbeitsmarkttransformation ausgelösten Weiterbildungsbedarfe eigenverantwortlich zu forcieren und nennenswerte Kompetenzentwicklungen zu erreichen.“