Seit Jahrzehnten ein enormes Beschäftigungswachstum, dazu Löhne, die überwiegend deutlich über dem deutschen Nettoniveau liegen und der größte grenzüberschreitende Arbeitsmarkt Europas: Luxemburg ist arbeitsmarktökonomisch ein Ausnahmefall. Genau diesem Phänomen sind Studierende des Wahlfachs „Fallstudien zum Luxemburger Arbeitsmarkt" gemeinsam mit Prof. Dr. Daniel Arnold vom 17. bis 23. Mai 2026 im Rahmen einer Studienfahrt vor Ort nachgegangen.
Während der Woche führten die 19 Studierenden Gespräche und Diskussionen mit Fachleuten aus verschiedenen Institutionen und konnten so am Beispiel Luxemburgs zentrale Herausforderungen für Arbeitsmärkte und Personalmanagement diskutieren – darunter Künstliche Intelligenz, Migration, Fachkräftemangel sowie hohe Wohnkosten. Interessierte und gut vorbereitete Studierende trafen dabei auf Gastgeber, die ihr Wissen und ihre Einschätzungen bereitwillig teilten – ob bei einem privaten Arbeitgeber, der Arbeitnehmerkammer, dem Arbeitgeberverband oder bei Arbeitsmarktforschenden. Abgerundet wurde das fachliche Programm durch touristische und kulturelle Erkundungen.
Höhepunkt der Woche war sicherlich der Besuch bei der Arbeitsverwaltung ADEM, wo die Gruppe von deren Generaldirektorin, Frau Isabelle Schlesser, persönlich begrüßt wurde. Im Mittelpunkt des Termins standen vielfältige Austauschformate zu den Themen Arbeitsvermittlung, grenzüberschreitende EURES-Aktivitäten sowie die Anwerbung von Fachkräften aus Drittstaaten.
Neben Vielsprachigkeit und Internationalität punktete Luxemburg auch mit seiner Gastlichkeit: Am Freitag hatten sich die Teilnehmenden den Crémant von der Mosel redlich verdient, der im Anschluss an den Termin schon mittags angeboten wurde. Neben diesen Eindrücken, die sich nur vor Ort erfahren lassen, ist es einfach anregend „mal die deutsche Bubble zu verlassen“, wie es eine Studierende ausdrückte.
Trotz der eindrucksvollen Verdienstmöglichkeiten zeigte sich am Ende der Woche: Für die berufliche Zukunft nach Luxemburg zieht es niemanden aus den Reihen der Studierenden – zu sehr schätzen sie die Nähe zu Familie, Freunden und der Heimat. Wie viel die Studienfahrt den Studierenden dennoch bedeutet hat, brachte eine Dankeskarte am Ende der Woche auf den Punkt: Für viele war die Studienfahrt eines der Highlights ihres gesamten Studiums.