






Auf Einladung von Prof. Dr. Tino Schuppan (Professor für Public Management) war die Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, am 20. Juli 2010 zu Gast an der HdBA. Sie hielt im voll besetzten Audimax einen engagierten Vortrag zum Thema „Alleinerziehende nicht alleine lassen – mehr Chancen auf Arbeit und Teilhabe“, an den sich eine angeregte Diskussion zu verschiedenen Aspekten der Lebenssituation von Familien, insbesondere Alleinerziehender, anschloss. Der Besuch von Frau Ministerin Schwesig bildete den hochkarätigen Auftakt einer Vortrags-reihe, mit der die HdBA die näheren und weiteren Rahmenbedingungen einer erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik beleuchten wird. Der Prorektor, Prof. Dr. Arnd Kölling, zeigte sich erfreut über den Besuch und die positive Resonanz der Studierenden. Auch der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nord, Herr Jürgen Goecke sowie der Vorsitzende der Geschäftsführung der Schweriner Agentur für Arbeit, Herr Helmut Westkamp, nutzten die Gelegenheit und nahmen an der Veranstaltung teil. Die Veranstaltung ist für Studierende, Lehrende, Mitarbeiter sowie die weiteren Gäste ein großer Gewinn gewesen und Ansporn für die weiteren Planungen durch die HdBA.
Vortrag von Sozialministerin Manuela Schwesig zum Thema
"Alleinerziehende nicht alleine lassen"
© 2010 Hochschule der Bundesagentur für Arbeit

Alleinerziehende nicht allein lassen
Sozialministerin Manuela Schwesig sensibilisiert Studenten für Problemgruppe / Diskussion über Hilfen
Lewenberg
Alleinerziehende bilden eine große Gruppe in der Gesellschaft, sie machen in Schwerin mehr als 25 Prozent der Familien aus. „Es handelt sich jedoch nicht um eine homogene Gruppe, sondern eine sehr vielschichtige“, betonte Sozialministerin Manuela Schwesig in ihrer Rede an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Schwerin. Sie warb in ihrem Vortrag zum Thema „Alleinerziehende nicht alleine lassen – mehr Chancen auf Arbeit und Teilhabe“ bei den Studenten, die künftig in der Arbeitsverwaltung tätig sein werden, für mehr Verständnis und Sensibilität. Denn aus ihrer Sicht sollte es jedem Bürger frei stehen, für welches Familienmodell er sich entscheidet.
Dass indes gerade in der Bevölkerungsgruppe der Alleinerziehenden die sozialen Sicherungssysteme über-durchschnittlich häufig in Anspruch genommen werden – von mehr als 60 Prozent – verschwieg sie nicht. Deshalb sei es Aufgabe der Gesellschaft, sie nicht allein zu lassen. Politik könne Voraussetzungen dafür schaffen, dass alleinerziehende Mütter oder Väter ihren Lebensunterhalt selbst erarbeiten können und ihre Kinder die gleichen Bildungs- und Entwicklungschancen wie andere bekommen. Schwesig erinnerte dabei an Ganztagsbetreuung, längeres gemeinsames Lernen, kostenfreie Bildungsangebote und vieles mehr.
In der Diskussion mit den Studenten ging es sowohl um Fachfragen wie Sorgerecht und Unterhaltsvorschuss als auch um grundsätzliche Themen wie Leistungsmissbrauch oder Bildungspolitik und Föderalismus.
bert
Presseartikel aus der Schweriner Volkszeitung vom 22. Juli 2010