






Frau Dr. Engelen-Kefer unterstützt die Hochschule in den zentralen Lehrgebieten Internationale
Arbeitsmarkt- und Beschäfti-gungspolitik.
Ursula Engelen-Kefer studierte Volkswirt-schaftslehre an der Universität zu Köln.
Dort wurde sie mit einer Dissertation über Arbeitsmarktprobleme in den USA auch promoviert.
Danach arbeitete sie zunächst als freie Journalistin in den USA bevor sie 1970 als
wissen-schaftliche Referentin für Arbeitsmarktanalyse und Arbeitsmarktpolitik zum
Wirtschafts- und Sozialwissen-schaftlichen Institut des Deutschen Gewerkschaftsbundes
ging. 1974 wechselte sie als Leiterin des Referates Internationale Sozialpolitik
zum Vorstand des DGB, wo sie 1980 Leiterin der neu gegründeten Abteilung Arbeits-marktpolitik
wurde. Seit dieser Zeit vertrat sie den DGB in arbeitsmarkt- und sozialpolitischen
Gremien der OECD, der EU und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Seit
1978 war sie Vertreterin des DGB im Vorstand der damaligen Bundesanstalt für Arbeit
und 1984 wurde sie Vizepräsidentin der Bundesanstalt.
Zwischen 1990 und 2006 war Dr. Engelen-Kefer Stellvertretende Vorsitzende des DGB.
In dieser Zeit fungierte sie auch alternierende Vorsitzende des Vorstands und später
des Verwaltungsrats der Bundes-agentur für Arbeit. Darüber hinaus war sie über mehrere
Jahre auch Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund (vormals
Verband Deutscher Rentenversicherungsträger) und Mitglied in der Rürup-Kommission
zur Reform der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Zwischen 1990
und 2008 gehörte sie dem Verwaltungsrat der ILO an. Bis 2009 war sie auch im Vorstand
der SPD.
Frau Dr. Engelen-Kefer ist auf dem Feld der Arbeitsmarkt-politik durch Praxis und
Politik, aber auch durch wissen-schaftliche Arbeiten hervorragend ausgewiesen. Seit
einigen Jahren nimmt sie entsprechende Lehraufträge an der Freien Universität Berlin
und der HdBA wahr.
Honorarprofessuren an der HdBA
© 2010 Hochschule der Bundesagentur für Arbeit
Am 28. April 2010 erfolgte die Bestellung der ersten beiden Honorarprofessuren an
der HdBA.
Ernannt wurden Frau Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer und Frau Prof. Dr. Ursula Renold.
Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer
Frau Dr. Renold unterstützt die Hochschule in den zentralen Lehrgebieten Berufs-
und Wirtschaftspädagogik.
Die Schweizer Staatsbürgerin Ursula Renold hat in Zürich Geschichte, Volkswirtschaft
und Soziologie studiert und leitete danach zwei Jahre lang die Handelsschule für
Erwachsene bei der AKAD in Zürich. Anschließend wechselte sie als Oberassistentin
zum Institut für Verhaltenswissenschaft an der renommierten ETH Zürich. 1995 übernahm
sie die Leitung des Bereichs Human Resources an der Frey Akademie, einer Ausgründung
aus der ETH, die auf Bildungsberatung, Curriculum-Entwicklung und ähnliche Dienstleistungen
für Bildungsträger, Unternehmen und die Bildungspolitik spezialisiert ist. In dieser
Funktion war sie maßgeblich an der Reform der kaufmännischen Grundbildung in der
Schweiz beteiligt. 1998 wurde sie an der Universität Bern im Fach Geschichte zur
Dr. phil. promoviert. Seit 2000 ist Dr. Renold im Schweizerischen Bundesamt für Berufsbildung
und Technologie, kurz BBT (www.bbt.admin.ch) tätig, zunächst als Direktorin des
Schweizerischen Instituts für Berufspädagogik (SIBP) und von 2001 an als Leiterin
des Leistungsbereichs Berufsbildung und als stellvertretende Direktorin des Bundesamtes.
Im November 2005 wurde sie vom Schweizer Bundesrat (die Regierung der Schweiz) zur
Direktorin des Bundesamts ernannt.
Neben ihrer Berufstätigkeit ist Frau Dr. Renold seit 2008 Stiftungsrätin des Schweizerischen
Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (SNF) und Mitglied des
Ausschusses des SNF. Sie war mehrere Jahre Lehrbeauftragte der Universität Freiburg
(CH) und hat zahlreiche Arbeiten zum Themenbereich Bildung und Weiterbildung publiziert.
Mit der Bestellung von Frau Dr. Renold zur Honorarprofessorin vertieft die HdBA auch
ihre Beziehungen zur schweizerischen Berufsbildung. Die HdBA hat im vergangenen Jahr
bereits ein Kooperationsabkommen mit dem Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung
(EHB) geschlossen, das 2007 aus dem Schweizerischen Institut für Berufspädagogik
(SIBP) hervorgegangen ist.