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Prof. Dr. Sebastian Brandl

 

Forschungsgebiete

  • interaktive Arbeit in Netzwerken (Projekt nekom)
  • Arbeit und Demografie, Arbeitsbelastungen & Beschäftigungsfähigkeit, Fachkräftesicherung  (EBA, babs, GöD)
  • Wandel der Arbeitsgesellschaft / Soziale Nachhaltigkeit / Nachhaltige Arbeit (DKN-Arbeitsgruppe Nachhaltige Arbeit und Projekte am WZB)

 

Forschungsprojekte zum Schwerpunkt Governance von Arbeitsmarktdienstleistungen

 

nekom. Projekt Netzwerkkompetenz 2013-2015

Projektleitung

Prof. Dr. Gerd Bender, Prof. Dr. Sebastian Brandl

 

Kooperation
Universität Duisburg-Essen, Institut für Arbeitsmarkt und Qualifikation (IAQ), PD Dr. Martin Brussig, Prof. Dr. Markus Hertwig (TU Chemnitz)

 

Kontext
Persönliche Dienstleistungen werden i.d.R. nicht einfach für Kunden erstellt, sondern zusammen mit ihnen; es handelt sich um interaktive Arbeit. In der einschlägigen Forschung wird deshalb vom Dienstleistungsdreieck geredet, dessen Ecken die Fachkraft, das Unternehmen, bei dem sie angestellt ist, und der Kunde bilden. Für die wirkungsvolle und wirtschaftliche Erstellung komplexer persönlicher Dienstleistungen ist oft eine Zusammenarbeit unterschiedlicher Spezialisten unverzichtbar. Deswegen gilt der Aufbau entsprechender Netzwerke als wichtiger Bestandteil sozialer Infrastrukturen. Damit bekommt das Dienstleistungsdreieck weitere Ecken und bei der Arbeit der Fachkräfte steigt der interaktive Anteil, weil nun Abstimmung auch mit diesen erfolgen muss. Hinzu kommt, dass solche Netzwerke häufig nicht hierarchisch gestaltet sind. Kein Netzwerkpartner ist den anderen gegenüber prinzipiell weisungsbefugt; an die Stelle von Anordnung tritt, mal mehr, mal weniger, interaktive Aushandlung. All dies stellt besondere Anforderungen an diejenigen, die in Dienstleistungsnetzwerken arbeiten aber auch an die Organisation, die sich mit anderen vernetzen will bzw. an deren Management.

 

Fragestellung
Die zentrale Projektfrage lautet entsprechend: Welche qualifikatorischen und organisatorischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit interaktive Netzwerkarbeit effizient funktioniert? Dies wird am Beispiel zweier Dienstleistungen der BA für Menschen mit besonderen Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt untersucht (ganzheitliche Integrationsberatung, Inga und Fallmanagement).

 

Methode
Forschungsmethode ist die Fallstudie, primäre Erhebungsinstrumente sind das Expertengespräch und Interviews mit Beteiligten auf unterschiedlichen Hierarchiestufen innerhalb der Bundesagentur für Arbeit und bei ausgewählten Netzwerkpartnern. Seit dem Projektstart im Spätsommer 2013 wurden vierzehn qualitative Fallstudien in Jobcentern und Arbeitsagenturen im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Befragt wurden Geschäftsführungen und Bereichsleitungen, Teamleitungen, Integrationsfachkräfte und Fallmanager/innen, Schnittstellenverantwortliche, teilweise auch externe Kooperationspartner u.a. zu ihrer Kooperationspraxis sowie zu Faktoren, die eine Kooperation fördern oder hemmen.

 

Veröffentlichungen
Bender, Gerd/Brandl, Sebastian (2017): Beschäftigungsorientierte Beratung im Spannungsfeld von Bürokratie und Professionalität. in: Zeitschrift für Sozialreform (ZfS). 1/2017

Download der Projektbeschreibung hier

 

 

Drittmittelprojekte zum Forschungsschwerpunkt Arbeit im demografischen Wandel

 

Einstellung und (Weiter-)Beschäftigung Älterer. Maßnahmen für ältere Beschäftigte am Beispiel von Betrieben der Chemischen Industrie (EBA). Kooperation IAB & HdBA, 2015-2017

 

Projektleitung
Prof. Dr. Lutz Bellmann, Dr. Ute Leber (IAB); Prof. Dr. Peter Guggemos, Prof. Dr. Sebastian Brandl (HdBA)

 

Projektmitarbeiter
Dr. Ingo Matuschek (HdBA), Sandra Dummert (IAB)

 

Drittmittelgeber
Hans-Böckler-Stiftung, Projektnummer: 2014-800-3

 

Zielsetzungen & Kontext
Das Vorhaben zielt darauf, die Lücke zwischen dem von hohem Problembewusstsein geprägten Diskurs zum Demografischen Wandel (DW) und zur Fachkräftesicherung und den in verschiedenen Studien immer wieder bestätigten nur geringen betrieblichen Aktivitäten für ältere Beschäftigte mittels empirischer Analysen zu schließen. Es sollen die Probleme, mit denen sich die Betriebe konfrontiert sehen, wenn sie entsprechende Maßnahmen für Ältere (Bildungsmaßnahmen, Gesundheit, Arbeitsplätze für Leistungsgewandelte u.a.m.) ergreifen oder Ältere (50plus) einstellen wollen, offen gelegt werden.
Zu hinterfragen ist, inwiefern bei der deutlichen Zunahme Älterer in den Betrieben die in der Literatur genannten Implementationsbarrieren bei Maßnahmen für Ältere weiterhin gültig sind, ob neue hinzugekommen sind, oder ob die Betriebe andere, bisher nicht erfasste Strategien des Umgangs mit älter werdenden Beschäftigten praktizieren. Anzunehmen ist aber auch, dass die Lücke zwischen der öffentlichen Zustimmung zum Paradigmenwechsel pro verlängerter Erwerbsbiografien und den tatsächlichen betrieblichen Orientierungen weiterhin besteht. Das würde bedeuten, dass trotz der durchschnittlich zu beobachtenden Alterung der Belegschaften eine Orientierung auf frühe Erwerbsarbeitsausstiege und klassische Rekrutierungsstrategien vorherrscht und Maßnahmen für Ältere als nicht notwendig eingeschätzt werden. Anzunehmen ist auch, dass sich nach erfolgten Erstmaßnahmen wie Altersstrukturanalysen keine eigenständige Dynamik im betrieblichen Altersmanagement entfaltet hat. Die Barrieren hierfür wären zu erheben.

 

Branchenauswahl
Die Problemstellung dürfte in den Branchen am virulentesten sein, wo bereits Aktivitäten zur Bewältigung des DW zu verzeichnen sind. Die Geltung von Demografietarifverträgen, Aktivitäten der Sozialpartner und Modellprojekte verweisen auf eine entsprechende Sensibilisierung der arbeitspolitischen Akteure und legen einen branchenbezogenen Forschungsansatz nahe. Die Chemiebranche ist für die exemplarische Klärung der o. g. Fragen besonders geeignet: Die angedeutete, mögliche Ambivalenz in der betrieblichen Gestaltung des DW ist in der Chemiebranche in der Umsetzung der Tarifverträge Lebensphasengerechte Arbeitszeitgestaltung (Nordost) und Lebensarbeitszeit und Demografie (bundesweit) angelegt. Darin sind auch Regelungen für die Finanzierung eines vorzeitigen Übergangs in die Altersrente enthalten.

 

Methoden
Die Untersuchungen folgen einem zweistufigen Ansatz. Im ersten qualitativen Schritt werden Experteninterviews mit Betriebsräten sowie Personal- und Fachverantwortlichen in Ost- und Westdeutschland durchgeführt. Deren besondere Rolle bei der Einleitung und Durchführung von Maßnahmen für Ältere ergibt sich aus der Frage, ob und wie die Abkehr vom Frühverrentungsparadigma in den Betrieben umgesetzt wird. Untersucht werden sollen nicht nur Betriebe, die sich offenkundig einer alterssensiblen Beschäftigungsstrategie verpflichtet fühlen, sondern auch solche, die über erste Ansätze bisher nicht hinauskamen. In einem zweiten Schritt werden die Ergebnisse der qualitativen Erhebungen als Grundlage für eine standardisierte Betriebsbefragung verwendet. Zielsetzung ist es einen repräsentativen Überblick über die ausgewählte Branche zu erreichen.

 

 

 

Betrieblicher Umgang mit belastender Arbeit. Gestaltungsansätze aus Beschäftigtensicht (babs) 2014-2016

 

Projektteam
Prof. Dr. Sebastian Brandl & Diplompolitologe Bernhard Stelzl

 

Drittmittelgeber
Hans-Böckler-Stiftung, Projektnummer: 2014-711-4

Das Projekt befasste sich exemplarisch damit, wie mit Ergebnissen von Beschäftigtenbefragungen im Betrieb umgegangen wurde. Vor dem Hintergrund von Restrukturierungen, Personalabbau und der Alterung der Belegschaften sollte geklärt werden, welche Rolle die erhobene Beschäftigtenmeinung zur Arbeitsqualität im Weiteren spielte. Ferner sollten unscharfe Befragungsergebnisse geklärt werden.

 

Kontext
In überbetrieblichen, repräsentativen Beschäftigtenbefragungen wird wiederholt ein teils hohes Anforderungsniveau, eine deutliche Diskrepanz zwischen gewünschter und erlebter Arbeitsqualität oder eine geringe Jobzufriedenheit in Deutschland festgestellt. Zugleich wird darauf verwiesen, dass differenzierte Analysen auf Betriebsebene zum Umgang mit Belastungsquellen nur begrenzt vorlägen. Auch in Betrieben und Verwaltungen kommen Mitarbeiter- und von Betriebs- oder Personalratsseite initiierte Beschäftigtenbefragungen zum Einsatz. Weitgehend offen ist aber, wie die betrieblichen Akteure mit den Ergebnissen der Befragungen umgehen, welche Rolle die Beschäftigten bei der Ableitung von Maßnahmen spielen und ob die Intention, Beschäftigte über die Befragung hinaus zu beteiligen, umgesetzt wurde. 

 

Fragestellung
Das Projekt ging dem Umgang der arbeitspolitischen Akteure im Betrieb mit Befragungsergebnissen und der Rolle der Beschäftigten in diesem Prozess nach. Das Projekt fragte danach,
- welche Schlüsse von der Geschäftsführung/Personalleitung und vom Personalrat aus den Befragungsergebnissen gezogen wurden,
- welche Maßnahmen eingeleitet und wie die Beschäftigten dabei eingebunden wurden,
- wie die Beschäftigten die Problemangemessenheit der Maßnahmen einschätzten.
Im Mittelpunkt stand die (vergleichende) Analyse der Folgeprozesse betrieblicher Befragungen zur Arbeitsqualität, nicht die in den Betrieben von den Arbeitgebern oder den Interessenvertretungen angewendeten Instrumente selbst. Folgeprozesse von Befragungen werden weder in der Literatur noch in der Praxis eindeutig definiert. Letztlich können darunter alle Aktivitäten gefasst werden, die in Zusammenhang mit der Beschäftigtenbefragung im Betrieb stehen.

 

Methoden
Das Projekt ging den Fragen exemplarisch in drei Betrieben des öffentlichen Diensts nach. In diesen Betrieben konnte an teils wiederholte Beschäftigtenbefragungen und an personalrätliche initiierte Gute Arbeit-Befragungen angeknüpft werden. Diese Betriebe waren, ähnlich dem öffentlichen Dienst insgesamt, gekennzeichnet durch Personalabbau, Alterung und Restrukturierungen.
Mittels mehrstufiger qualitativer Betriebsfallstudien wurden die Folgeprozesse der Befragungen erhoben. Nach der vorgelagerten Analyse betrieblicher Dokumente zum Fallgeschehen wurden Experteninterviews sowie problemzentrierte Interviews mit Beschäftigten durchgeführt. Nach deren Auswertung folgten Fokusgruppenworkshops. Hinzu kamen Experteninterviews und Workshops mit der den personalrätlichen Befragungsprozess begleitenden gewerkschaftlichen Branchengruppe.

 

Ergebnisse:
Die Personalräte konnten mit den von ihnen initiierten Befragungen Impulse zur Verbesserung der Arbeitsqualität setzen (Gesundheitsmanagement) und die betriebliche Modernisierung mit einer Gestaltungsperspektive von Arbeit verbinden (neue Führungsformate, Personalaufwuchs). In den Verhandlungen erlangten die Befragungsergebnisse ein eigenständiges argumentatives Gewicht, dem sich alle Akteure nicht entziehen konnten. Als essentiell im Befragungsprozess hat sich die externe Unterstützung (Ressourcen, Know-How) erwiesen.
In den Interviews wurde offensichtlich, dass einige Themen der Befragungen von Beschäftigten anders verstanden wurden als intendiert. Die systematische Vertiefung unklarer Befragungsergebnisse, wie mittels der im Projekt durchgeführten Fokusgruppen, erwies sich jedoch als notwendig, um Probleme erfassen und adäquate Maßnahmen konzipieren zu können. Für den Ausbau solcher Partizipationsmöglichkeiten sind Hilfestellungen von außen notwendig. Problematisch hierbei könnte sein, dass die Arbeitsverdichtung zu einer abnehmenden Bereitschaft führte, sich im Betrieb zu engagieren. Im Gegenteil, eine sich von anderen abgrenzende Selbstoptimierung war eine beobachtbare Folge.

 

Veröffentlichungen:
Brandl, Sebastian/Bernhard Stelzl (2017): Gestaltung Guter Arbeit durch Personalräte. Die Rolle von Beschäftigtenbefragungen. Working Paper 036/2017. Hans-Böckler-Stiftung. Düsseldorf.  https://www.boeckler.de/pdf_fof/98972.pdf

Brandl, Sebastian; Stelzl, Bernhard (2017): Per Befragung zu guter Arbeit. in: Gute Arbeit 2/2017, S. 19-22. http://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit/ausgabe/2017/2/ 

 

Brandl, Sebastian/Bernhard Stelzl (2017): Betrieblicher Umgang mit belastender Arbeit. Gestaltungsansätze aus Beschäftigtensicht. Ergebnisbericht zum Forschungsvorhaben. Schwerin. https://www.boeckler.de/pdf_fof/98729.pdf

Brandl, Sebastian/Bernhard Stelzl (2017): Betriebliche Befragungen und Beschäftigtenbeteiligung. Handout für Multiplikatoren/innen. www.boeckler.de/pdf_fof/98736.pdf

Stelzl, Bernhard/Brandl, Sebastian (2016): Anerkennungsdefizite als Belastung. Der Beitrag von Beschäftigtenbefragungen zur Bewältigung belastender Arbeitsbedingungen. Paper zur Jahrestagung „Belastungen in der modernen Arbeitswelt“ des AKempor (Arbeitskreis Empirische Personal- und Organisationsforschung). Düsseldorf, 24.11.2016. https://akempor.wordpress.com/tagungen/tagung-2016/short-und-fullpaper-zum-download/

 

 

Gesundheitliche Auswirkungen der Arbeits- und Leistungsbedingungen im öffentlichen Dienst (GöD) 2012

 

Projektleitung/-team
Prof. Dr. Sebastian Brandl & Diplompolitologe Bernhard Stelzl

 

Drittmittelgeber
Hans-Böckler-Stiftung, Projektnummer: 2012-564-4

 

Ergebnisse
https://www.boeckler.de/11145.htm?projekt=2012-546-4

 

Zusammenfassung
Die Literaturstudie fragt nach den arbeits- und leistungspolitischen Ursachen der hohen Belastungsanzeichen im öffentlichen Dienst (ÖD) und Maßnahmen zur Reduktion gesundheitlicher Belastungen. Ein Ausgangspunkt hierfür liegt in der branchenübergreifenden Feststellung einer leistungspolitisch intensivierten Subjektivierung der Arbeit. Der Fragestellung wurde in einer Literaturanalyse nachgegangen. Es wurden die sich wandelnden Arbeits- und Leistungsbedingungen im ÖD hinsichtlich der davon ausgehenden Belastungen - soweit in der Literatur vorliegend - analysiert. Eingegrenzt wurde die Analyse auf interaktionsintensive Bereiche des (ehemaligen) unmittelbaren ÖD (Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen, Polizei, Schulen und Kitas sowie Krankenhäuser). Im Literaturüberblick zeigt sich ein hohes subjektives Belastungsempfinden der Beschäftigten im ÖD. Als Ursache hierfür kommt neben leistungspolitischen Aspekten auch die Alterung der Beschäftigten zum Tragen. Zu den wesentlichen Belastungsursachen gehören: Personalbemessung, Restrukturierungsmaßnahmen, Aufgabenzuwachs, Steigerung der Arbeitsintensität, unzureichende Beteiligung der Beschäftigten und Entlastungsmöglichkeiten in der Arbeitssituation. In der Organisation der Dienststellen und der Arbeitsprozesse selbst liegt eine erhebliche Belastungsursache. Die vorfindlichen Maßnahmen zum Belastungsbewältigung setzen eher am individuellen Verhalten denn an den Verhältnissen an, die (Gesundheits-) Berichte fokussieren auf Absentismusangaben (Fehltage etc.). Zum Empfehlen ist der Aufbau einer systematischen Erhebung/Berichterstattung von Belastungen und Ursachen (Trendreports). Ein Wissensdefizit besteht hinsichtlich des Zusammenhangs von Teilzeit und Belastungen. Hinweise deuten auf eine nicht unerhebliche individuelle Strategie der Belastungsreduktion insb. bei Frauen. Forschungsbedarf besteht hinsichtlich der Analyse der von den arbeitspolitischen Akteuren gewählten Strategien der Regulierung der Leistungsproblematik und der Reaktionen der Beschäftigten. Ferner wären die Ursachen der z.T. niedrigen Arbeitszufriedenheitswerte zu vertiefen.

 

 

Projekte zum Wandel der Arbeitsgesellschaft / Soziale Nachhaltigkeit / Nachhaltige Arbeit 

 

Mitglied der DKN-Arbeitsgruppe Nachhaltige Arbeit - Die sozial-ökologische Transformation der Arbeitsgesellschaft  (2017 - 2019).

Mit Bezug auf die SDGs (Ziel 8 „Decent work and economic growth“) wird in dem UNDP–Bericht „Arbeit und menschliche Entwicklung“ die Beschreitung eines „Wegs zu nachhaltiger Arbeit“ eingefordert, wobei über die Frage der ökologischen Konsequenzen der Arbeit hinaus auch globale Entwicklungsfragen thematisiert und eine umfassende gesellschaftliche Transformation der Arbeitsgesellschaft nahelegt werden.

Das Ziel der Arbeitsgruppe ist es daher, die Auseinandersetzung mit Arbeit und Nachhaltigkeit zu intensivieren, thematisch zu fokussieren und Vernetzungen auszuweiten. Dabei wird nicht nur das Thema der ökologischen Arbeitsplätze diskutiert. Vielmehr soll entsprechend der ausgeweiteten Definition von nachhaltiger Arbeit im Bericht der UNDP und der Heterogenität der Sustainable Development Goals das spannungsreiche Verhältnis zwischen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit sowie wirtschaftlichen Entwicklungszielen zum Gegenstand werden.

Dazu sollen unter anderem folgende Fragen diskutiert und näher operationalisiert werden:

  • Welche Chancen und Risiken für die Arbeitskräfte (unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer, regionaler und branchenspezifischer Unterschiede) sind mit der sozial-ökologische Transformation in Deutschland verbunden?
  • Welche Wechselwirkungen ergeben sich zwischen der sozial-ökologischen Transformation und dem aktuell unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutieren Transformationsprozess?
  • In welchem Verhältnis werden lohnförmige Arbeit und andere Formen der Arbeit (z.B. Sorge-, Pflege- und Erziehungsarbeit (Care), Hausarbeit, Ehrenamt u.a.m.) in einer nachhaltigen Arbeitsgesellschaft zu einander stehen?
  • Welche Zusammenhänge gibt es zwischen der Nachhaltigkeit bzw. Nichtnachhaltigkeit der (Erwerbs-)Arbeitswelt und den alltäglichen Praktiken der Lebensführung?

http://www.dkn-future-earth.org/community/arbeitsgruppen/arbeitsgruppen/nachhaltige-arbeit.html

 

Forschungsprojekte am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Bedeutung der Transformation des deutschen Systems industrieller Beziehungen und von Corporate Social Responsibility Ansätzen für eine Nachhaltige Entwicklung, WZB (2002-2005), Dissertation. https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/9783845268514/deutsches-modell-oder-globalisiertes-arrangement
 

Soziale Nachhaltigkeit und Zukunft der Arbeit, Eigenprojekt WZB (2001-2002)
http://www.springer.com/de/book/9783810036308

 

Expertise zum Forschungsstand und Forschungsbedarf im Feld Arbeit und Ökologie im Rahmen des sozial-ökologischen Förderschwerpunktes des BMBF, WZB (2000-2001)
Balzer, Ingrid; Wächter; Monika (Hg.) (2002): Sozial-ökologische Forschung: Ergebnisse der Sondierungsprojekte aus dem BMBF-Förderschwerpunkt. München
http://www.oekom.de/buecher/fachbuch/umwelt-nachhaltigkeitsforschung/buch/sozial-oekologische-forschung.html

 

Verbundprojekt "Arbeit und Ökologie", Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Wuppertal Institut Klima, Umwelt, Energie (WI), Wissenschaftszentrum Berlin (WZB),  gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung, WZB (1998-2000)

 

Weitere Informationen:

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