Wie führt man eine Stadt aus der Wirtschaftskrise?
Die Fallstudie spielt in der fiktiven Stadt Leinwig, die im fiktiven Bundesland Nordland liegt. Die Wirtschaft Leinwigs wird durch die drei Säulen Tourismus, automobilzulieferer- und Textilindustrie geprägt. Leinwig kämpft seit Jahren mit hohen Arbeitslosenzahlen und der Abwanderung von jungen und qualifizierten Arbeitskräften. Die bereits angespannte Wirtschaftlage spitzt sich durch mehrere Firmenschließungen zu einer akuten Krise zu: Ohne sofortige Maßnahmen würde die Arbeitslosenquote auf über 14 Prozent ansteigen. Daher schaltet sich die Nordländer Landesregierung ein und stellt einen Notfallfonds zur Verfügung.
Aufgabe der Studienanfängerinnen und Studienanfänger: Das Ministerium für Arbeit und Soziales von Nordland beauftragt die Studierenden, innerhalb von vier Tagen eine Strategie und Maßnahmen zur kurzfristigen Senkung der hohen Arbeitslosigkeit so wie zur langfristigen Standortsicherung Leinwigs zu entwickeln. An folgende Rahmenbedingungen müssen sie sich dabei halten: Das Förderungsbudget beträgt 12 Millionen Euro, die Arbeitslosenquote muss binnen zwei Monaten auf unter 13,5 Prozent gesenkt werden und es müssen mindestens 500 Arbeitsplätze in Leinwig geschaffen werden.
Unterstützung bei der Problemlösung erhielten die Studienanfänger durch einführende Lehrvorträge und zahlreichen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsexperten.
Frank Jürgen Weise (Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit), Holm Keller (Kanzler der Leuphana Universität Lüneburg) Prof. Dr. Monika Müller und Prof. Dr. Christian Gade (HdBA) gestalteten die Lehrveranstaltungen.
Aus den Reihen der Bundesagentur für Arbeit wurden außerdem 5 Vorsitzende der Geschäftsführung und zahlreiche Helferinnen und Helfer aus den Arbeitsagenturen und der Hochschule der BA eingeladen, die die Studierenden bei der Gruppenarbeit und bei fachlichen Fragen zu unterstützen. Die Jury bestand aus den Mitgliedern des Verwaltungsrates der BA, Herrn Peter Clever (Arbeitgebervertreter) und Herrn Peter Deutschland (DGB) so wie Herrn Prof. Joachim Möller (IAB).