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Assistierte Ausbildung (AsA)

 

Projektleitung
Prof. Dr. Ralph Conrads
Prof. Dr. Thomas Freiling


Projektmitarbeitende
Dipl. Soz.-Wiss. Angela Ulrich
Stefan Rose (M.A.)
Dipl. Soz.-Päd. Markus Zink (M.A.)


Was ist die Assistierte Ausbildung?
Das Instrument der Assistierten Ausbildung (AsA) gem. § 130 SGB III unterstützt seit Mai 2015 lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte junge Menschen dabei, eine betriebliche Ausbildung zu beginnen und diese dann erfolgreich zu durchlaufen.

 
Dafür ist eine sozialpädagogische Begleitung sowie die Förderung fachtheoretischer Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vorgesehen. Durch eine solche intensive individuelle Förderung wird der junge Mensch sehr bedarfsorientiert anhand seiner individuellen Bedürfnislage unterstützt. Die AsA sieht auch Unterstützungsleistungen für Unternehmen rund um die betriebliche Ausbildung vor. Das zugrundeliegende Konzept bietet mit dem Vorgehen bewusst keine Alternative zur Ausbildung auf dem ersten Arbeitsmarkt an. Die Durchführung erfolgt in anerkannten dualen Ausbildungsberufen (Normalitätsprinzip im Sinne einer inklusive(re)n Ausbildung). Mit der AsA wird auf den Dualismus der professionellen Unterstützung einerseits sowie der Handlungssouveränität von Jugendlichen und Ausbildungsbetrieben andererseits gesetzt.


Begleitforschung – Erste Erhebungsphase


Die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) wurde im Juli 2017 beauftragt, den bisherigen Umsetzungsstand zu evaluieren und Erkenntnisse zur Fortentwicklung der Maßnahme zu generieren. Beleuchtet wurde der gegenwärtige Stand der Durchführung der AsA unter Berücksichtigung vertiefter Praxiserfahrungen der Beteiligten in einem qualitativen Forschungsdesign: Agenturen/Jobcenter, Bildungsdienstleister, teilnehmende junge Menschen und ergänzend Betriebe beantworteten in 106 geführten teilstrukturierten Leitfaden- und Experteninterviews zahlreiche Fragen zu Erfolgen, Hemmnissen und Durchführungsbedingungen der AsA.
 
Ausgewählte Ergebnisse AsA - Zielerreichung und Fortführung

Quelle: Eigene Erhebung - HdBA 2017

 
Die Ergebnisse verdeutlichen zusammengefasst ein hohes Maß an inhaltlicher Zufriedenheit und unterstreichen zugleich die Notwendigkeit der Modifikation der AsA unter Vermeidung inhaltlicher Überschneidungen zu anderen Instrumenten des Übergangssystems. Der vorrangige Wunsch der befragten Akteure beinhaltet die Verbesserung der (Durchführungs-) Qualität der AsA. Eine deutliche quantitative Ausdehnung der Maßnahme befürworten eher wenige Befragte.

 
Eine ausführlichere Beschreibung des Forschungsprojektes und seiner Ergebnisse finden Sie hier.

Die Gesamtfassung des Forschungsberichts der Ersten Erhebungsphase wurde bei wbv Publikation veröffentlicht.
Link zum Buch: http://u.wbv.de/9783763960927

 
Zweite Erhebungsphase (follow up)

 
2018 verlängerte der Gesetzgeber die Befristung um zwei weitere Ausbildungsjahrgänge mit etlichen Ausweitungen des Förderumfangs, womit sich der letztmögliche Teilnahmestarttermin auf dem 30.9.2020 verschiebt.

Im Fokus der Begleitforschung stehen nun

  • die Art der Unterstützungsmöglichkeiten für die teilnehmenden Ausbildungsbetriebe und
  • die Problematik der weiten Distanzen der Lernorte Betrieb, Berufsschule und Bildungsdienstleister im ländlichen Raum

 
Es werden mögliche Optimierungsbedarfe eruiert, die eine belastbare Entscheidungsgrundlage für eine weitere Modifikation der AsA bieten.
Hierfür wurde das folgende Befragungssetting gewählt.

Quelle: Eigene Darstellung – HdBA 2019


Weitere Informationen finden Sie in der wissenschaftlichen Begleitstudie.
 


Kontakt:
Markus Zink – wiss. Mitarbeiter HdBA
markus.zink(at)hdba(dot)de

Telefon: +49 (0) 621 / 4209-238