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Lehr-Forschungskooperation mit der Staatlichen Lomonossow Universität in Moskau

Eine HdBA-Erfolgsgeschichte, trotz COVID19-Pandemie

Lehr-Forschungsprojekt

Vom 11. bis 15. Oktober 2021 (Projektwoche) nahmen 19 Studierende der Lomonossow Universität (Fakultäten Soziologie, Public Administration und Wirtschaftswissenschaften) sowie 16 Studierende der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA), Campus Mannheim, an einem gemeinsamen Lehr-Forschungsprojekt teil. Die wissenschaftliche Leitung des Projektes (HdBA) liegt bei Prof. Dr. Michael Scharpf. Das Projekt wird von Dr. Roman Kondurov – Leiter des Auslandsreferats der HdBA – organisatorisch unterstützt und koordiniert.

 

Die fünfjährige, sehr enge Zusammenarbeit mit der Lomonossow Universität ist eine Erfolgsgeschichte! Seit 2017 haben fast 200 Studierende und Lehrende beider Hochschulen an den Projektaktivitäten teilgenommen. Bedingt durch die COVID 19-Pandemie musste das diesjährige Projekt in der ersten Phase im Online-Format durchgeführt werden. Weitere Projektphasen sind in 2022 geplant, falls möglich im Rahmen von Präsenzveranstaltungen, vor Ort in Moskau und Mannheim. Auch in diesem Jahr bearbeiten die Studierenden in multikulturellen Teams ausgewählte Themen des Arbeitsmarktmanagements und der Beratungswissenschaften. Zum Beispiel liegen die thematischen Projektschwerpunkte in der Untersuchung der Wahrnehmung von Arbeitslosigkeit mittels Medienanalysen oder in der Analyse der Auswirkungen der COVID 19-Pandemie auf betriebliche Arbeitsformen und das Arbeitsverhalten von Beschäftigten. Erstmals nehmen auf russischer Seite auch Studierende und Lehrende der Fakultät Wirtschaftswissenschaften teil.

 

Anhand von Vorlesungen und Gastvorträge haben die Teilnehmenden einen Einblick in die aktuelle Situation und die Herausforderungen des deutschen und russischen Arbeitsmarktes sowie einen fachlichen Einstieg in die Projektthemen erhalten. Die studentischen Projektarbeiten dauern bis Ende 2021. Im nächsten Jahr sollen die Ergebnisse vorgestellt werden, unter anderem im Rahmen einer studentischen Fachkonferenz an der Lomonossow Universität. Die geplanten Studienreisen (Mannheim und Moskau) sehen zudem das Kennenlernen von ausgewählten Institutionen des deutschen und russischen Arbeitsmarktes vor.

 

Während der Projektwoche haben die Studierenden ihre themenbezogenen Forschungsfragen, die Untersuchungsdesigns sowie verbindliche Roadmaps für die kommenden Wochen entwickelt. Im Zuge der Teamarbeiten sind auch erste Freundschaften zwischen den Studierenden entstanden. Selbstverständlich können Online-Lehre und virtuelle Projektarbeiten den didaktischen Anspruch an ein internationales Lehr-Forschungsprojekt nicht vollständig erfüllen. Zu betonen ist jedoch, dass sich trotz der Pandemie-Bedingungen alle Studierenden sehr engagiert an dem interkulturellen Austausch und den Projektarbeiten beteiligt haben.

 

„Dies ist wirklich ein schöner Erfolg und war nur möglich, weil beide Hochschulen seit vielen Jahren – auch auf persönlicher und wissenschaftlicher Ebene – sehr eng miteinander kooperieren. In den letzten fünf Jahren ist ein stabiles und wertvolles Fundament entstanden, von dem beide Hochschulen profitieren. Auf dieser Basis werden wir auch künftig unsere konstruktive Zusammenarbeit mit der Lomonossow Universität fortführen und weiter intensivieren“, so Prof. Dr. Scharpf.