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Tag der Grundsicherung an der HdBA in Schwerin

Netzwerkarbeit als Schlüssel zur Integration

 

Am 26.Oktober fand zum zweiten Mal der „Tag der Grundsicherung“ an  der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) am Campus Schwerin statt. Impulsvorträge, Foren und eine Podiumsdiskussion verdeutlichten die Bedeutung, Komplexität und Themenvielfalt der Grundsicherung und machten klar, dass der Schlüssel zur Integration in den Arbeitsmarkt in der Netzwerkarbeit liegt.

 
An der Tagung nahmen 210 Studierende der Bachelorstudiengänge „Arbeitsmarktmanagement“ und „Beratung für Bildung Beruf und Beschäftigung“ teil.

 
Zwei Vorträge eröffneten die Veranstaltung. Detlef SCHEELE, Vorstand Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit (BA), ging in seinem Vortrag u.a. auf die Themen Geflüchtete, die frühzeitige Bekämpfung sozialer Benachteiligung  bei Kindern und Jugendlichen und die Stärkung der Beratung in den Rechtskreisen SGB II und SGB III ein. Dr. Ulrich WALWEI, Vizedirektor des IAB, referierte über das Spannungsfeld zwischen bestehendem  Fachkräftebedarf und verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit.

 
Im Anschluss an die Vorträge ermöglichten fünf Foren, unterschiedliche Themenschwerpunkte in kleinerem Kreis zu vertiefen und zu diskutieren. Alle Studierenden hatten die Möglichkeit, während des Veranstaltungstages an zwei unterschiedlichen Foren teilzunehmen.  

 
FORUM 1, geleitet von Michael VAN DER CAMMEN, Bereichsleiter Flüchtlinge und Migration in der Zentrale der BA, widmete sich dem Thema Flüchtlinge, ihrer gegenwärtigen Situation und Wege in den deutschen Arbeitsmarkt.

 
Sabine KÜHN, Fallmanagerin im Jobcenter Schwerin, gab in FORUM 2 Einblicke in ihre tägliche Arbeit im beschäftigungsorientierten Fallmanagement und erläuterte anhand vieler Beispiele die Beratungspraxis.
FORUM 3, moderiert von Dr. Bettina WEINREICH und Arne WAGNER, Lehrkräfte an der HdBA und Spezialisten zum Thema SGB II-Leistungsrecht, widmete sich dem Wandel sowie den Neuerungen des Zweiten Sozialgesetzbuches und vermittelte eine Neuerung zum Thema Ordnungswidrigkeitsverfahren (§63 SGB II). 

 
In FORUM 4 erhielten die Studierenden Informationen zum Thema „Jugendberufsagentur (JBA) Hamburg – ein Modell für Deutschland“. Alena BILLON (Koordinatorin JBA vom Jobcenter Hamburg), Alexander BUSENBENDER (Bereichsleiter U25 Arbeitsagentur Hamburg) als auch Matthias QUAESCHNING vom Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) informierten über Entwicklung und Umsetzung der JBA, die als Modell für weitere Jugendberufsagenturen in Deutschland herangezogen wird.

 
In FORUM 5 erläuterte Maren LEWERENZ, Fachbereichsleiterin Föderales Beteiligungsmanagement in der Zentrale, die anstehenden strategischen Herausforderungen, Entwicklungen und Umsetzungsmöglichkeiten der BA in den kommenden Jahre im Rechtskreis SGB II.

 
In einer von Jan Phillip LEHMKER moderierten  PODIUMSDISKUSSION erhielten die Tagungsgäste Informationen zu dem Arbeitsalltag  in der Arbeitsvermittlung bzw. der Leistungssachbearbeitung in der Grundsicherung.  Nina FINGER (Berlin), Julia WEIEN (Magdeburg), Dirk BULLERT-KALUZA (Hannover) sowie Sebastian KOPLIN (München), ehemalige Studierende der HdBA, berichteten über potenzielle Herausforderungen und gaben Tipps für den beruflichen Einstieg.

 
Abschließend informierte Christa PRECHTL, Bereichsleiterin im Personalwesen der Zentrale, das Plenum insbesondere über Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung in der BA. Unter anderem warb sie, wie auch andere Referentinnen und Referenten vor ihr, für die Attraktivität des „Arbeitsplatzes SGB II“.

 
Prof. Andreas Frey, Rektor der HdBA, lobt die gelungene Veranstaltung und resümiert:

"Netzwerkarbeit stellt einen Schlüssel zur Integration von Geflüchteten, Jugendlichen im Übergang Schule – Beruf und bei Menschen mit vielfältigen Vermittlungshemmnissen zur Integration in den Arbeitsmarkt dar. Um dies zu verdeutlichen und um unsere Studentinnen und Studenten so gut wie möglich auf die spätere Vermittlungs- und Beratungspraxis vorzubereiten, führen wir Veranstaltungen wie den Tag der Grundsicherung an unserer Hochschule durch.“