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Herausforderung Mobilität in der EU

Fachtagung zu aktuellem Thema Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU.

Migrationsbewegungen sind derzeit eine der größten Herausforderungen innerhalb der europäischen Union. Eine besondere Rolle spielt dabei im Moment die Verteilung der vielen Flüchtlinge. Schon länger auf der Tagesordnung steht allerdings auch die Wanderung von Arbeitskräften innerhalb der europäischen Union, etwa aus den von ökonomischen Krisen betroffenen Staaten wie Griechenland und Spanien in Richtung Norden.

 

Mit diesem Thema beschäftigte sich eine Fachtagung an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit. Aufgrund des zunehmenden Stroms an Flüchtlingen, spielte aber auch dieser Aspekt am Rande eine Rolle.

 

Einigkeit bestand unter der Referentinnen und Referenten darin, dass die demographische Entwicklung in Deutschland Zuwanderung erforderlich macht – und  dies auf Dauer auch aus Staaten jenseits der EU, da die demographische Entwicklung in den meisten Staaten der Union ähnlich verläuft.

 

Dies stellt Europa und Deutschland vor immense Herausforderungen – und bietet gleichzeitig Chancen.

 

Staatssekretär Voss aus dem Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern ging im Rahmen seines Grußworts speziell auf die Lage in seinem Bundesland ein.

 

Robert Komaromi, ehemaliger Leiter der ungarischen Arbeitsverwaltung, lenkte den Blick auf die Entwicklung aus der Sicht seines Heimatlandes.

 

Detlef Scheele, zum Zeitpunkt der Veranstaltung, Senator für Arbeit, Familie, Soziales und Integration in Hamburg, erläuterte die Situation in Hamburg und musste sehr viele Nachfragen insbesondere zum Thema Flüchtlinge beantworten.

 

Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer gab ihrerseits einen Überblick über europaweiten Herausforderungen und Chancen der Arbeitnehmerfreizügigkeit.

 

Dr. Ulrich Walwei vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung  lieferte am Beispiel Deutschland die wissenschaftlichen Daten und Fakten.

 

Das international besetzte Podium griff schließlich verschiedene Aspekte der vorangegangenen Vorträge auf, um sie aus den verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

 

In den Workshops des Nachmittags konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich noch einmal vertiefende Diskussionen über die sie besonders interessierenden Fragen führen.

 

Von der Analyse der gegenwärtigen Lage bis hin zu konkreten Verbesserungsansätzen wurde ein intensiver Austausch gepflegt. Dabei gab es auch aus dem Publikum, das trotz der Sommerzeit den großen Hörsaal der Hochschule bis auf den letzten Platz ausfüllte, vielfältige Einschätzungen und Ideen.

 

"Wir sind überzeugt, dass die Konferenz ein schöner Erfolg war und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele neue Erkenntnisse mitnehmen konnte", so die Organisatoren.