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Zukunft der Arbeit

Gemeinsames Lehrforschungsprojekt der HdBA und der Staatlichen Lomonossow Universität in Moskau

Bereits zum dritten Mal fand an der Staatlichen Lomonossow Universität in Moskau ein gemeinsames Lehrforschungsprojekt statt.
Vom 21. bis 25. Oktober 2019 nahmen an dem Projekt 16 Studierende der Lomonossow Universität (Fakultäten Soziologie und Public Administration) sowie 16 Studierende der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA), Campus Mannheim, teil.
Während der Moskauer Projektphase haben die Studierenden in gemischten Arbeitsgruppen ihre Forschungsziele und Untersuchungsdesigns erarbeitet. Die Professoren/innen beider Hochschulen betreuen nun in den kommenden Wochen intensiv die Arbeit in den Gruppen. Seitens der HdBA werden die Studierenden von Prof. Dr. Michael Scharpf und Prof. Dr. Bernd-Joachim Ertelt wissenschaftlich begleitet.

 
Forschungsschwerpunkt ist in diesem Jahr das Thema „Zukunft der Arbeit“, mit unter anderem folgenden Unterthemen:

  • Beschäftigung älterer Menschen im digitalen Zeitalter,
  • Perspektiven für die Arbeitsvermittlung in der Arbeitswelt 4.0
  • die digitale Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Personalservices auf dem Arbeitsmarkt.

 
Im Zuge des Aufenthaltes an der Lomonossow-Universität nahmen die Studierenden auch an der internationalen Studierendenkonferenz "The Future of Labour in the post-industrial Economy" teil. Nach der Eröffnung durch Prof. Dr. Barkov und der Keynote von Prof. Dr. Ertelt referierten die russischen Studierenden über ihre gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse, die sie im letzten Jahr bei der Teilnahme an dem Lehrforschungsprojekt sammeln konnten. 
Ein weiteres Ziel des Lehrforschungsprojektes ist es, die berufliche Perspektive der Teilnehmenden sowie deren notwendigen Fachkenntnisse zu erweitern. In diesem Zusammenhang besuchten die Studierenden das Moskauer Beschäftigungszentrum "Meine Arbeit" und das Zentrum "Meine Karriere" (ein Projekt des Ministeriums für Arbeit und Sozialschutz der Russischen Föderation). Hier haben die Studierenden beider Hochschulen neue Ansätze zur Organisation des Arbeitsmarktservices in Moskau kennengelernt.

Ein gemeinsamer Ballettbesuch im Staatlichen Kreml-Palast, ein Stadtrundgang, organisiert von den russischen Studierenden sowie ein gemeinsamer Musikabend rundeten den Aufenthalt in Moskau ab.

 
In der nächsten Projektphase werden die Studierenden mit der Umsetzung der geplanten Forschungsaufgaben beginnen. Im Mai 2020 werden die russischen Studierenden ihre deutschen Kommilitonen und Kommilitoninnen am Campus Mannheim besuchen, um die Ergebnisse der Projektarbeit zusammenzutragen und zu präsentieren. 
„Ich freue mich sehr, dass das Interesse am Projekt sowohl von der russischen als auch von der deutschen Seite unglaublich groß ist. In den vier Jahren des Bestehens des Projekts haben wir bereits viel erreichen können. Auch im vergangenen Jahr ist uns gelungen, ein ähnliches Projekt mit der Staatlichen Universität in St. Petersburg zu starten. Es geht aber auch weiter: Unser Ziel ist es nun, einen Runden Tisch unter Beteiligung von drei Hochschulen zu organisieren und die Ergebnisse der vergangenen Jahre im Rahmen des großen „Arbeitsforums“, welches im Februar 2020 in St. Petersburg stattfinden wird, zu präsentieren“, so Dr. Roman Kondurov, Auslandskoordinator der HdBA.