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Vernetztes Arbeiten für Langzeitarbeitslose

Interdisziplinärer Workshop zur Unterstützung von Langzeitarbeitslosen an der HdBA

Am 5. Dezember fand am Mannheimer Campus der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) ein ganztägiger Workshop mit dem Titel „Unterstützung von Langzeitarbeitslosen durch Bundes-, Kommunal und nichtstaatliche Stellen – die Zusammenarbeit weiter verbessern“ statt. Die Veranstaltung wurde von Kollegen aus der HdBA (Prof. Bender und Prof. Weber) zusammen mit Efthymia Tsakiri von der Diakonie Bayern und Klaus Kittler von der Diakonie Württemberg organisiert. 
Neben etwa dreißig Vertreterinnen und Vertretern der freien Wohlfahrtspflege, von Jobcentern und der HdBA nahmen auch zwei hochrangige Vertreterinnen des Stuttgarter Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie der Regionaldirektion Baden-Württemberg der BA teil.

 
Zentrales Anliegen der Veranstaltungen war es, Erfahrungen mit der Kooperation in zielgruppenspezifischen Unterstützungsprojekten und anderen Maßnahmen auszutauschen, an denen Bundesbehörden wie Arbeitsagenturen, kommunale Einrichtungen, Jobcenter und die Freie Wohlfahrtspflege beteiligt sind. Eingeladen wurden sowohl operativ tätige Kolleginnen und Kollegen, die Erfolge aber auch Herausforderungen einer derartigen Zusammenarbeit kennen, als auch Vertreter, die entsprechende Projekte in einer eher strategischen Position begleiten.

 
Wie wichtig die Zusammenarbeit von unterschiedlich spezialisierten Organisationen in vielen Fällen ist, unterstrich etwa Karin Woyta von der Phoenix Beschäftigung und Bildung e. G. am Beispiel des Projekts Tandem II, das eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation von Bedarfsgemeinschaften fördert. „Um benachteiligten Familien Perspektiven im Hinblick auf soziale Teilhabe eröffnen zu können, müssen Familienunterstützung und Arbeitsmarktintegration Hand in Hand gehen.“ Dass dies nicht immer ganz einfach ist, erläuterte Tanja Wacker, vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg: „Vernetzung ist keine einmalige Angelegenheit, sondern muss gelebt werden. [...] auf jeden Fall braucht es auch Mut über den eigenen Tellerrand zu sehen. Vernetzung braucht Geduld und Ausdauer.“

 

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren durchweg positiv, sodass die Organisatorinnen und Organisatoren überlegen, künftig weitere Gelegenheiten für einen solchen Austausch zu schaffen. Nach ihrer Überzeugung ist die HdBA dafür ein besonders geeigneter Ort.

 
Information zu Programm und Ablauf der Tagung erhalten Sie von Prof. Dr. Gerd Bender: gerd.bender(at)hdba(dot)de