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Studie der Hans Böckler Stiftung „Altern in Betrieb“

HdBA-Forscherteam veröffentlicht Publikation zum Alter(n)smanagement in kleineren und mittleren Unternehmen

Fachkräfte werden knapp und die Älteren am Arbeitsmarkt werden mehr. Auf diese Situation sind die Betriebe häufig nur unzureichend vorbereitet: weniger als ein Fünftel von ihnen trifft Maßnahmen für die älter werdenden Belegschaften.
Umso wichtiger ist wissenschaftliche Forschung zu diesem Thema. Ein Forscherteam der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, HdBA (Prof. Dr. Sebastian Brandl, Prof. Peter Guggemos, Prof. Dr. Ingo Matuschek) und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB, Prof. Dr. Lutz Bellmann, Dr. Sandra Dummert, Dr. Ute Leber) hat in Kooperation mit dem Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) dazu in kleineren und mittleren Unternehmen Fallstudien sowie eine Branchenbefragung durchgeführt.

 
Die Ergebnisse des Projekts „Einstellung und (Weiter)Beschäftigung Älterer in der Chemischen Industrie“ (EBA) liegen nun vor. Sie zeigen, dass einzelfallorientierte Problemlösungen noch Vorrang vor systemisch-professionalisierten Ansätzen der alter(n)sgerechten Personalpolitik haben.

Die Professionalisierung verläuft unstet, aber Informationen, Vernetzung und Weiterbildung zu Demografie-Instrumenten (betriebliche Vorgehensweisen wie Teilzeit im Alter, Angebote zu Sport und Ernährung zum Erhalt der Leistungsfähigkeit, Altersstrukturanalysen der Belegschaft) wirken sich positiv aus. Demografie- bzw. Lebensphasentarifverträge brauchen aber eigene Bottom-up-Prozesse in den Betrieben.

 

Die Studie ist online erhältlich unter: https://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_393.pdf