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Macht und Geschichte

Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider empfängt Studierende der HdBA im Schweriner Schloss

Er ist eng, der Terminkalender einer Landtagspräsidentin. Verpflichtungen in der Verwaltung, als Repräsentantin des Parlaments und als Abgeordnete lassen schnell einen 12-Stunden-Arbeitstag entstehen. Anschaulich berichtet Sylvia Bretschneider von ihrem täglichen Leben als Hausherrin im Schweriner Schloss und entkräftet damit weit verbreitete (Vor-) Urteile über die Arbeit von Politikerinnen und Politikern.

Bretschneider lässt sich aber auch auf inhaltliche, durchaus kritische Fragen ein, die von den Studierenden gestellt werden. Angeregt wird darüber diskutiert, welche Möglichkeiten ein Land wie Mecklenburg-Vorpommern besitzt, junge Leute zu halten oder zu gewinnen. Dabei geht es um Fragen zum Ausbau von Kindertagesstätten, der Familienpolitik, den Umbau des Schlosses, Kulturpolitik, die Vermittlung von politischen Abläufen in der Kampagne Landtag vor Ort oder aber auch den Umgang mit Rechtsextremismus.

Am Ende nehmen die Studierenden viele Informationen über die parlamentarische Arbeit, aber auch die politischen Herausforderungen für das Land mit.

 

In der anschließenden Führung wird dann die bewegte Geschichte des in Deutschland einzigartigen Parlamentssitzes erläutert: Es geht dabei um die Architektur und dessen Geschichte sowie die oft gewaltsame Ausübung von Macht in früheren Zeiten, die sich im Gebäude wiederspiegelt. Schlossführerin Anette Schwarz lässt dabei viele Ereignisse bis hin zur jüngeren deutschen Vergangenheit vor dem Auge der Besucher lebendig werden. Die undemokratischen Zeiten sind heute zum Glück vorbei, wie sich an der Zusammenarbeit der Institutionen des Landes zeigt und beim Blick auf die Staatskanzlei deutlich wird. Deren Hausherr, Ministerpräsident Erwin Sellering, wird im Sommer mit den Studierenden sprechen.