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Langzeitarbeitslosigkeit – Aktuelle Strategien des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Vortrag von Dr. Reinhard Penz über neue Reformideen für das SGB II

Herr Dr. Reinhard Penz, Referent im Referat Leistungen zur Aktivierung und Eingliederung SGB II des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), stellte im Juni vor Studierenden der Hochschule der Bundeagentur für Arbeit (HdBA) Strategien und Perspektiven des BMAS zum Thema „Langzeitarbeitslosigkeit und die Zukunft des SGB II“ vor.
    
Vor dem Hintergrund, dass sich zuletzt die Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt immer mehr verbesserten, um den noch rund 730.000 langzeitarbeitslosen Menschen eine Option auf Arbeit zu eröffnen, beschäftigte er sich mit darauf gerichteten arbeitsmarktpolitischen Strategien und Ansätzen der letzten Jahre, wie beispielsweise den Netzwerken ABC, Rehapro und dem ESF-Bundesprogramm zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit. Er ging dabei auch auf die Grenzen des aktivierenden Sozialstaats ein und resümierte zentrale Erfahrungen bei der Integration von Langzeitarbeitslosen. Auf dieser Grundlage stellt er unter der Überschrift „Sozialer Arbeitsmarkt“ das neue Regelförderinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ (§ 16i SGB II) vor. In dieses Instrument fließen die von Hr. Penz vorgestellten Erkenntnisse aus 13 Jahren SGB II und Erfahrungen vieler Modellprojekte wie die Vermittlung mit direkter Arbeitgeberansprache und das beschäftigungsbegleitende Coaching ein. Schließlich diskutierte er mit den Studierenden das bedingungslose Grundeinkommen als Grundsatzalternative zum SGB II in seiner heutigen Fassung und stellte Reformideen für das SGB II vor, die derzeit diskutiert werden.
     
Herr Dr. Penz besuchte die HdBA auf Einladung von Prof. Dr. Brandl und knüpfte mit seinem Vortrag an das Netzwerkmodul und das Modul Lebenslagenbezogene Beratung und Vermittlung unter Leitung von Frau Prof. Dr. Michaela Schulze an, die der Abschlussjahrgang derzeit belegt.