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HdBA-Expertise gefragt

Konzept zur spezifischen Beratung geflüchteter Menschen stößt auf großes Interesse bei „Summer School on Migration and Migration Processes in the Modern World“ der Lomonosov Moscow State University

Migration ist ein globales Phänomen, das insbesondere staatliche Akteure vor hohe Herausforderungen stellt. Daher beleuchtete die elfte internationale Summer School der School of Public Administration an der Lomonosov-Universität Moskau vom 29. bis zum 31. Mai 2017 dieses Thema aus verschiedenen Perspektiven und diskutierte konkrete Handlungsansätze für die eigenen Curricula.

 

Auf großes Interesse stieß das Konzept zur akademischen Ausbildung von Bildungs- und Berufsberatern für geflüchtete Ratsuchende, das Karl-Heinz P. Kohn, Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA), präsentierte.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des auf 25 Plätze konzentrierten Intensiv-Seminars diskutierten den Vortrag "Helping Refugees to Work - The Approach of Enhanced Public Vocational and Career Guidance in Germany" ausgiebig und angeregt. Hohes Interesse zeigten sie auch am europäischen Forschungsprojekt CMinaR (http://www.hdba.de/forschung/drittmittelprojekte/cminar/),  das in der HdBA koordiniert und geleitet wird und das vorgestellte Konzept auf der Basis gesamteuropäischer Forschungsergebnisse modellhaft implementieren wird.

 

„Ich denke, alle Beteiligten konnten sehr von den Inhalten der Summer School profitieren“, so Karl-Heinz P. Kohn. „Zum einen bildet die Lomonosov-Universität wie die HdBA künftige Fachkräfte für öffentliche Dienstleistungen akademisch aus. Zum anderen steht die Russische Föderation vor Herausforderungen, die der westeuropäischen Situation sehr vergleichbar sind: eine stark schrumpfende inländische Bevölkerung bei gleichzeitig mehreren Hunderttausend Neuzuwanderern pro Jahr.“

 

An der Summer School nahmen Professoren und Doktoranden der Lomonosov-Universität aus den Fachbereichen Ökonomie, Demografie, Politik- und Geschichtswissenschaft, aber auch Kommunikation teil. Die weiteren Inputgeber kamen von der Universität Göteborg (Gregg Bucken-Knapp) und von der Universität Aalborg (Trine Lund Thomsen und Martin Bak Jørgensen).