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Bessere Berufsberatung für geflüchtete Menschen

HdBA-Projekt Social SELF-I gastiert in Bordeaux. Erstes Kurztraining des Projektes vom 10. bis 13. April 2018 bei der INSUP FORMATiON, einem bedeutenden Weiterbildungsdienstleister im Südwesten Frankreichs.

Die Thematik der sozialen Inklusion und beruflichen Vermittelbarkeit von Asylsuchenden, Flüchtlingen und anderer Erwachsenen ist eine langfristige Herausforderung für die europäische Policy-Agenda. In diesem Kontext stellen sich Fragen der Chancen, Möglichkeiten und Hindernisse über nationale Grenzen hinweg.


Ziel des durch die EU-Kommission geförderten Projektes „Social Self-I“ der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) ist es, zu einer Verbesserung der Berufsberatung für Schutzsuchende durch internationalen Austausch verschiedener Institutionen der Flüchtlingsberatung beizutragen. Darüber hinaus soll durch eine Abstimmung der Prozesse zwischen den Ländern ein langfristiger transnationaler Lernprozess angestoßen werden, der zu einem tieferen Verständnis der unterschiedlichen beruflichen und kulturellen Hintergründe beiträgt.


Teilnehmer*innen sind Berufsberater*innen, Flüchtlingsberater*innen, Lehrkräfte und sonstige Expert*innen aus Deutschland, Frankreich, Griechenland und Italien.


Beim ersten viertägigen Kurztraining in Bordeaux bei der INSUP FORMATiON standen Themen wie Herausforderungen, Abläufe und Bedarf in der Beratung der Zielgruppe in den vier teilnehmenden Ländern im Vordergrund. Besonders wichtig war den Teilnehmer*innen der intensive Informationsaustausch, das Kennenlernen praktischer Arbeitshilfen und Methoden sowie das Herausstellen prozessualer Unterschiede wie auch Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Partnerländern.


Für Deutschland nahmen Frau Birgit Rebholz (Jobcenter Mannheim), Herr Prof. Dr. Peter Guggemos und Herr Prof. Dr. Ralph Conrads (beide HdBA) am Treffen teil.

Prof. Conrads äußerte sich zufrieden mit den erzielten Ergebnissen und sieht als verantwortlicher Projektleiter das Vorhaben auf einem guten Weg:
„Das Treffen zeigt, wie wichtig es ist, dass die Beratung geflüchteter Menschen auf der Basis guter Beratungskonzepte und passender Beratungstechniken abläuft. Hier gilt es, Wissenslücken der Berater*innen und Ratsuchenden zu schließen. Kompetente Beratung von Flüchtlingen erfordert auch den passenden Umgang mit Diskriminierungs- und Traumaerfahrungen wie auch die Einbindung lebensweltlicher Aspekte. Hierbei haben wir große Schritte gemacht, aber mit Blick auf die kommenden Trainingseinheiten in Mannheim und Rom in den nächsten 2 Jahren sind noch viele Aspekte zu berücksichtigen, um einen guten transnationalen Austausch zu organisieren“.