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Ältere am Arbeitsmarkt in Russland und Deutschland

Prof. Dr. Brandl stellt in Moskau Projektergebnisse zum betrieblichen Umgang mit alternden Belegschaften vor.

Der demografische Wandel führt nicht nur in Deutschland zur deutlichen Alterung und in wenigen Jahren zu einer Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung. Auch der russische Arbeitsmarkt ist davon massiv betroffen. Anders aber als in Deutschland, steht die Diskussion um die Förderung Älterer in den Betrieben und um die Verlängerung der Erwerbsbiografie durch einen späteren Renteneintritt in Russland noch am Anfang. Das reguläre Rentenalter in Russland beträgt weiterhin für Frauen 55 Jahre und für Männer 60 Jahre. 

 

Vor diesem Hintergrund war es Ziel der Tagung „Aktives Altern: Die ältere Generation auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland und Russland“, die Folgen und die Handlungsnotwendigkeiten für Betriebe und die Arbeitsverwaltung aus russischer und deutscher Perspektive zu diskutieren. Die gemeinsame Tagung der Hochschule für Wirtschaft (HSE Moskau), der Deutschen Botschaft Moskau und dem Zentrum für Strategische Studien (Moskau) fand am 22. Januar 2018 an der HSE in Moskau statt.

  
Prof. Dr. Sebastian Brandl, Professor für Arbeits- und Berufssoziologie an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) am Campus Schwerin, stellte in seinem Vortrag Instrumente der Bundesagentur für Arbeit zur Beschäftigungsförderung Älterer vor und präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse zum Umgang mit älter werdenden Belegschaften in mittelgroßen Betrieben.
Diese Ergebnisse gehen auf das Projekt „Einstellungen und Weiterbeschäftigung in der chemischen Industrie“ (EBA) zurück, welches die HdBA in Kooperation mit dem IAB durchführte und das nunmehr abgeschlossen wird.